28.06.2010 13:25 Uhr - Beachhandball - Christian Stein - handball-world.com

Norwegen erstmals Weltmeister im Beachhandball

Norwegen wurde Beach-WeltmeisterNorwegen wurde Beach-Weltmeister
Quelle: Axel Heimken /IHF
Aus Norwegen kommen die neuen Weltmeisterinnen im Beachhandball. Bei den am Wochenende in Antalya zu Ende gegangenen Titelkämpfen setzten sich die Norwegerinnen im Endspiel 2:0 gegen Dänemark durch, Brasilien holte sich mit einem 2:0-Erfolg über die Ukraine noch die Bronzemedaille. Für Norwegen war es die erste Medaille bei einer WM, obwohl mit Linn Sulland, Marit Frafjord und Anja Edin bekannte Größen fehlten. Dafür sprangen andere in die Bresche, wie Arnhild Holmlino oder HCL-Neuzugang Rannveig Haugen.

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Auch Silbermedaillengewinner Dänemark tauchte bislang in die Siegerlisten des Beachhandballs noch nicht auf, für die Däninnen war es die erste WM-Teilnahme. Für die Däninnen hatte das Turnier am ersten Tag mit zwei Niederlagen schlecht begonnen. Erst triumphierte Japan mit 2:1 (8:6, 15:18, 5:4), danach die Ukraine 2:0 (15:14, 15:12). Mit Siegen über Neuseeland (2:0) und Europameister Italien (2:1) sowie einem weiteren Erfolg über Kroatien (2:0) zog man anstelle der Italienerinnen in die Hauptrunde ein. Dort reichte ein Sieg gegen die Türkei, um als Vierter den Sprung ins Halbfinale zu schaffen. In der Hauptrunde noch Brasilien mit 0:2 (16:20, 12:21), konnten die Däninnen in der Vorschlussrunde dann mit 2:1 (14:10, 8:19, 5:4) den Endspieleinzug feiern.

Norwegen musste sich in der Vorrunde nur Brasilien geschlagen geben und trat auch in der Hauptrunde dominant auf. Nach einem 2:0-Sieg über Dänemark und einem weiteren 2:0-Erfolg über die Ukraine konnte man sich angesichts des feststehenden zweiten Platzes eine 1:2-Niederlage gegen Kroatien erlauben. Im Halbfinale konnte die Ukraine jedoch den ersten Satz mit 17:8 für sich entsfcheiden, Norwegen gewann den zweiten Durchgang ebenfalls klar mit 16:7 und die Entscheidung musste im Shoot-Out fallen. Dort behielten die Skandinavierinnen mit 10:8 die Oberhand.

Auch das Endspiel sollte zunächst ausgeglichen verlaufen. Dank starker Leistungen der Torhüterinnen Hanne Frandsen (Dänemark) und Ingrid Hjelmeland (Norwegen) blieb es bis zum 6:6 ausgeglichen, dann zog Norwegen jedoch mit einem Zwischensprint davon und gewann den ersten Satz mit 18:14. Auch der zweite Durchgang war lange Zeit ausgeglichen, Norwegen lag nur mit 8:6 vorne, ehe Arnhild Holmlino aufdrehte und mit 8 Punkten in Folge den Grundstein für den 19:12-Erfolg im zweiten Satz legte.


Die Ungarinnen gingen ohne Medaille aus dem Turnier
Foto: Axel Heimken /IHF


Titelfavorit Brasilien konnte immerhin noch die Bronzemedaille erringen. Im Spiel um den dritten Platz mussten die Südamerikanerinnen aber hart um den Erfolg gegen die Ukraine kämpfen. Auch hier dominierten die Torhüterinnen Jerusa Dias und Olesia Semenchenko das Geschehen, mit Glück setzten sich die Brasilianerinnen mit 10:9 durch. Auch im zweiten Satz kämpfte die Ukraine und wollte sich ins Shoot-Out retten. Aber die Europäerinnen konnten nur bis zum 6:7 Schritt halten, dann vernagelte Dias das Tor und Brasilien siegte klar mit 15:8. Gastgeber Türkei konnte sich zuvor noch den fünften Platzes dank eines 2:0-Erfolges über Kroatien (20:14, 20:19) sichern. Es zeigte sich, wie eng manche Entscheidung beieinander liegen, denn letztlich sollten die Vorrundenniederlagen gegen Dänemark und die Ukraine den Ausschlag geben, dass die Kroatinnen um Torhüterin Jelena Grubisic von Krim Ljubljana den Sprung in die Vorschlussrunde verpassten.

Noch bitterer war es für Italien, die punktgleich mit Dänemark und Kroatien gar die Hauptrunde verpassten und am Ende gar mit dem achten Platz Vorlieb nehmen mussten. In der Trostrunde feierte der Europameister drei Siege, davon allerdings zwei im Shoot-Out. Im Platzierungsspiel hatten dann die Ungarinnen das bessere Ende für sich und siegten mit 2:1 (13:11, 13:15, 7:3). Den neunten Platz eroberte Spanien mit einem 2:0-Erfolg über Japan, während für Ozeanienvertreter Neuseeland das Turnier ohne jegliches Erfolgserlebnis zu Ende ging. Im Spiel um Platz 11 unterlag man China mit 0:2 (13:20, 12:13).


Perfekte Flughaltung
Foto: Axel Heimken /IHF





Die Brasilianerinnen landeten auf Platz drei
Foto: Axel Heimken /IHF