11.06.2010 08:12 Uhr - 1. Bundesliga - red, PM THC

Thüringer HC verpflichtet Kerstin Wohlbold

Kerstin WohlboldKerstin Wohlbold
Quelle: sportseye.de
Kerstin Wohlbold wechselt zum Thüringer HC. Dies gab der Verein am gestrigen Abend bekannt. Die Spielmacherin, die ihr neuer Arbeitgeber als eine der "kampfstärksten Spielerinnen der Liga" beschreibt, unterschrieb beim THC einen Zweijahresvertrag und wird beim THC wieder mit Herbert Müller zusammenarbeiten. "Ich schätze ihren Kampfgeist, ihre Dynamik sowie ihr schnelles Spiel und vor allem ihren Fleiß", so ihr alter und neuer Trainer über sie.

Groß geworden beim FC Kluftern wechselte Wohl bold über den TSV Fischbach im Jahr 2000 zum SSV Dornbirn-Schoren in die österreichische erste Liga, wo sie im EHF-Cup und Challenge-Cup früh die erste internationale Erfahrung sammelte. Nach zwei Jahren in der Alpenrepublik wechselte Wohlbold zum SV Allensbach und 2005 dann zum 1. FC Nürnberg, mit dem die ersten Einsätze in der Champions League und im Pokalsiegerwettbewerb folgen sollten.

„Ich freue mich, dass Kerstin Wohlbold zu uns in die Mannschaft wechselt. Ich habe sie aus der 2. Bundesliga vom SV Allensbach in die 1. Liga geholt und schon in Nürnberg als Mittelspielerin eingesetzt. Ich schätze ihren Kampfgeist, ihre Dynamik sowie ihr schnelles Spiel und vor allem ihren Fleiß. Sie hat sich inzwischen zu einer Top-Spielerin der Liga entwickelt. Zu Kerstins wichtigsten Eigenschaften gehören ihre Ehrlichkeit und Geradlinigkeit“, äußert sich Herbert Müller zu den Gründen der Verpflichtung.

In der vergangenen Spielzeit hatte ProVital Blomberg-Lippe die 1,70 m große Führungsspielerin in ihre Reihen. Wohlbold war Denkerin und Lenkerin im Angriff der Lipperinnen, die in der Meisterschaft am Ende den vierten Platz belegten und auch im DHB-Pokal erst im Endspiel von Bayer Leverkusen gestoppt werden konnten.

Seit knapp einem Jahr hat sie ihr Studium zur Hauptschullehrerin mit dem Staatsexamen beendet. „Beruflich möchte ich in Erfurt Fuß fassen. Ich wünsche mir, dass mein Studium in Thüringen anerkannt wird und ich nicht nochmal an die Uni muss. Ich will unterrichten“, antwortet Wohlbold auf die Frage nach ihrer beruflichen und privaten Zukunft.

„Ich hoffe, dass sich die Mannschaft so schnell wie möglich findet und so erfolgreich wie möglich die kommende Saison bestreitet“, definiert die Rückraumspielerin zurückhaltend ihre sportlichen Ziele für die nächste Spielzeit. „Ich freue mich auf Thüringen und die neue Mannschaft. Ich schätze Herbert Müller. Ihm habe ich viel zu verdanken. Er hat mich in die 1. Bundesliga geholt. In der Zeit in Nürnberg habe ich unter seiner Führung viel gelernt und ich habe mich immer wohl gefühlt. Als er mich anrief, musste ich auch nicht lange überlegen, um wieder bei ihm trainieren zu können“, beschreibt sie ihr Verhältnis zum Trainer.

Wohlbold ist nach Nora Reiche, Idalina Borges Mesquita, Stephanie Subke, Katrin Engel, Nadja Nadgornaja und Danick Snelder bereits der siebte Neuzugang für die kommende Saison.