07.06.2010 11:45 Uhr - 2. Bundesliga Süd - Harry Traubenkraut - Rheinzeitung

Zwei Rückschläge für Weibern: Bosshart verletzt, Schmitt wechselt

Die Saisonvorbereitung der Zweitligahandballerinnen des TuS Weibern hat noch nicht einmal begonnen, da hat TuS-Trainer Jan Reuland bereits die ersten Hiobsbotschaften zu verkraften, denn Weibern muss zumindest die komplette Vorrunde auf Annick Bosshart – sowie in Zukunft komplett auf Jennifer Schmitt verzichten.

Jan ReulandJan Reuland
Quelle: Andreas Walz
Was Bosshart betrifft: Die Schweizer Nationalspielerin hat sich bei der 24:33-Niederlage der Schweizerinnen im EM-Qualifikationsspiel gegen die Ukraine bereits nach 16 Minuten bei einem unglücklichen Zweikampf das Kreuzband gerissen. „Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich bestätigt. Annick wird sicher ein halbes Jahr ausfallen. Da sie noch Prüfungen an der Koblenzer Uni schreiben muss, wird sie sich erst in zwei Wochen operieren lassen können“, so Reuland.

Mit Lisa Schenk muss damit in der kommenden Saison vorerst ein Jungtalent in die Bresche springen. „Lisa muss in der Saisonvorbereitung sicher noch im athletischen Bereich zulege. Was aber ihr Wurfrepertoire und das taktische Verständnis angeht, mach ich mir keine Sorgen. Aber Annicks Ausfall wiegt deshalb besonders schwer, weil sie auch auf vorgezogener Position in der 5:1-Abwehr sehr stark ist. Da müssen wir nun auch umbauen“.

Dies gilt umso mehr, nachdem nun auch noch Jennifer Schmitt den Verein verlassen wird und zum ambitionierten RPS-Oberligisten TG Konz wechselt. Eine Personalie über die Reuland eigenem Bekunden nach besonders enttäuscht ist. „Ich bin enttäuscht, bis sauer, denn Jenny stand bei uns im Wort und ich war bislang immer der Ansicht, ein Wort zählt noch. Zumal Jenny immer sehr zuverlässig war. Ich habe sie hier über Jahre ausgebildet und sie hätte auch in Weibern noch gute Perspektiven gehabt“, so Reuland. Da Schmitt den Verein verlässt, beginnt laut Weiberns Übungsleiter die Suche nach einer starken Rückraumspielerin von Neuem. „Wir brauchen noch eine torgefährliche Distanzschützin“, so Reuland zum veränderten Personalstand.