05.05.2010 21:07 Uhr - 1. Bundesliga - PM Leverkusen

Leverkusen nach 24:21 in Oldenburg auf Finalkurs

Denisa Glankovicova erzielte acht TrefferDenisa Glankovicova erzielte acht Treffer
Quelle: Heinz J. Zaunbrecher
Im Hinspiel des Halbfinals der Deutschen Meisterschaften haben sich die Bayer Handballdamen beim VfL Oldenburg eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Sonntag (Anwurf in der Smidt-Arena um 16 Uhr) erarbeitet. Denisa Glankovicova (8/1), Laura Steinbach und Anne Müller (je 5) waren die erfolgreichsten Werferinnen der Elfen beim 24:21-Auswärtserfolg in Oldenburg. Für den VfL trafen Wiebke Kethorn (6) und Angie Geschke (5) am häufigsten.

Elfen-Torwarttrainer Andreas Thiel mag sich eventuell in seine aktive Zeit zurückversetzt gesehen haben, als er als Hexer im Tor des VfL Gummersbach sich mit seinem Nationalmannschaftskollegen Stefan Hecker aus Essen heiße Duelle lieferte. Denn hinter zwei stark spielenden Abwehrreihen prägten vor allem Clara Woltering und Tatiana Surkova mit teilweise spektakulären Paraden die Anfangsphase. Erst in der zehnten Minute konnte Angie Geschke Oldenburg im Gegenstoß zum 2:1 in Führung werfen.

Den Elfen steckte das Pokalwochenende merklich in den Knochen. Vor allem im Angriff lief es nicht rund, aber auch Oldenburg fand nicht so recht in die Partie und konnte sich keinen nennenswerten Vorsprung erarbeiten. Leverkusen kam in den ersten zwanzig Minuten lediglich durch Denisa Glankovicova und Anne Müller erfolgreich zum Abschluss. Die Führung wechselte mehrfach hin und her, einen größeren Vorsprung als einen Treffer konnte sich zu keiner Zeit eine Mannschaft erarbeiteten. Es war im ersten Durchgang stets das erwartete Duell auf Augenhöhe.

Renate Wolf musste frühzeitig die ersten Wechsel vollführen und beorderte Anna Loerper und Penda Bönighausen bereits in der Anfangsviertelstunde aufs Parkett. Mit einem knappen 10:9 wurden dann die Seiten gewechselt. Die im Rückraum ausgewechselten Laura Steinbach und Heike Ahlgrimm sollten jedoch im zweiten Spielabschnitt noch zu wichtigen Stützen für die Elfen werden. Oldenburg kam aber zunächst besser in die zweite Halbzeit, ging nach Treffern von Neuendorf und Wenzl über die linke Angriffsseite in Führung, ehe bei Laura Steinbach der Knoten platzte und die Nationalspielerin zum 11:11 (33.) traf. Anna Loerper von der Strafwurfmarke und Denisa Glankovicova erhöhten, doch Oldenburg kämpfte sich noch einmal zurück und übernahm beim 15:14 ein letztes Mal die Führung.

Marlene Zapf glich Wenzls Führungstreffer jedoch postwendend aus und als Laura Steinbach zum 16:15 (42.) für Leverkusen traf, war ihr Torschrei bis auf die letzten Ränge der mit knapp 1.600 Besuchern gut gefüllten EWE-Arena zu hören. Die einfachen Tore aus dem Rückraum, von denen Steinbach noch drei weitere beisteuern sollte, fehlten Oldenburg. Der gut stehende Deckungsverbund der Gäste, aus dem vor allem Lyn Byl noch einmal herausragte, brachte den VfL-Rückraum schier zur Verzweiflung. Die Entscheidung dieser engen Partie fiel dennoch erst in der Schlussviertelstunde, in der die Elfen auch zwei Unterzahlsituationen schadlos überstanden und sich am Ende auf drei Tore absetzen konnten.