04.05.2010 09:07 Uhr - 1. Bundesliga - PM VfL Sindelfingen

Nadine Härdter: "Mich reizt die Aufgabe beim VfL Sindelfingen"

Nadine Härdter im NationaltrikotNadine Härdter im Nationaltrikot
Quelle: Michael Heuberger
Mit Nadine Härdter hat der VfL Sindelfingen die erste deutsche Nationalspielerin unter Vertrag genommen. Die Linksaußen will mit ihrem neuen Klub in der Liga angreifen. Auch außerhalb des Spielfeldes soll Härdter Einfluss auf die Geschicke beim VfL nehmen und dort daran arbeiten, „dass der Verein künftig noch positiver in der Öffentlichkeit dargestellt wird.“ Zunächst aber steht noch Training beim alten Verein an, ehe es im Juni nach Sindelfingen geht – und damit wieder in die Nähe von Kandel, der Heimatstadt Härdters.

Nadine Härdter, du kommst vom Thüringer HC zum VfL Sindelfingen. Warum hast du dich für den Verein entschieden?

Nadine Härdter:
Mein Trainer beim THC Dago Leukefeld hat mir von dem Projekt hier erzählt und was er alles erreichen möchte. Ich schätze Dago sehr, er gehört zu den besten Trainern der 1. Bundesliga. Mich reizt die Aufgabe beim VfL Sindelfingen – sowohl sportlich als auch außerhalb des Spielfelds. Ich werde bei einer Agentur arbeiten und hoffentlich dazu beitragen, dass der Verein künftig noch positiver in der Öffentlichkeit dargestellt wird. Von Vorteil ist natürlich auch, dass ich nur noch eine Stunde von meinem Heimatort Kandel entfernt bin. Das ist für mich als Familienmensch sehr wichtig.

Welche Spielerinnen kennst du beim VfL?

Nadine Härdter:
Silke Meier kenne ich sehr gut, mit ihr habe ich auch schon öfter in der Nationalmannschaft zusammengespielt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihr, da ich sie sehr mag. Wir sind zwei unterschiedliche Spielertypen und ich denke, dass wir auf der Linksaußen-Position top besetzt sind. Und alle anderen Spielerinnen werde ich in der kommenden Zeit noch besser kennenlernen.

Was zeichnet dein neues Team aus?

Nadine Härdter:
Die Mädels hier in Sindelfingen haben einen großen Teamgeist, das zeichnet die Mannschaft ligaweit aus. Auch wenn auf dem Papier vielleicht nicht die größten Namen stehen, konnte man in der vergangenen Saison durch den Zusammenhalt etliche Siege einfahren. Marielle Bohm und ich müssen uns da einbringen – ich gehe davon aus, dass es keine Probleme geben wird.

Wo wird der VfL Sindelfingen nächstes Jahr in der Tabelle stehen?

Nadine Härdter:
Realistisch gesehen dürften wir in der kommenden Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Als Minimalziel sehe ich den achten Tabellenplatz, der ja gleichbedeutend mit den Play-Offs ist. Wir müssen uns weiter verbessern und wer weiß, vielleicht qualifizieren wir uns langfristig auch für einen internationalen Wettbewerb. Das Potential ist hier auf jeden Fall vorhanden.

Was sind deine Stärken, wo siehst du deine Schwächen?

Nadine Härdter:
Ich bin ein absoluter Teamplayer. Wichtig ist für mich auch, dass ich mich in meinem Umfeld wohl fühle, denn nur dann kann ich gut Handball spielen. Ich bin absolut überzeugt davon, dass dies hier der Fall sein wird. Außerdem bin ich ein Kämpfertyp und sehr ehrgeizig – das kann natürlich ab und an auch ein kleiner Nachteil sein. Aber Dago und die Mannschaft werden mich sicher bremsen, wenn es nötig ist.

Bis zum Trainingsstart Mitte Juli dauert es noch etwas. Was wirst du bis dahin machen?

Nadine Härdter:
Also ausruhen werde ich mich nicht, die nächsten Wochen trainiere ich ganz normal beim Thüringer HC mit. Ende Mai bin ich dann mit der deutschen Nationalmannschaft unterwegs, wir haben noch zwei Qualifikationsspiele unter anderem in Freudenstadt. Im Juni möchte ich den Umzug über die Bühne bringen und dann gönne ich mir noch zwei Wochen Urlaub. Ab Juli gebe ich beim VfL Vollgas.

Vielen Dank für das Gespräch.