20.04.2010 12:00 Uhr - 1. Bundesliga - PM VfL Sindelfingen

Heiß auf das Comeback: Jasmin Ott

Die vergangene Saison hätte für Jasmin Ott vom VfL Sindelfingen der große Durchbruch sein können, stattdessen lief die Spielzeit für die 17-Jährige katastrophal ab: Nach vier Spielen in der 1. Handballbundesliga musste das Talent wegen eines Kreuzbandrisses verletzt passen. Doch die Schülerin, die in Metzingen ein Gymnasium besucht, gibt nicht auf und bereitet sich aktuell auf ihr Comeback vor. Sie freut sich schon auf die kommende Saison 2010 / 2011: "Es kribbelt wirklich in den Fingern", sagt Ott.

Jasmin OttJasmin Ott
Quelle: Eibner Pressefoto
Jasmin Ott, ihr habt in der vergangenen Saison den 10. Tabellenplatz belegt. Kann man damit zufrieden sein?

Ott: Also ich hatte vor zwei Monaten nicht gedacht, dass wir noch so nah an die Play-Offs rankommen. Damals standen wir auf einem Abstiegsplatz und es ging ums reine Überleben. Mit dem 10. Tabellenplatz können wir hochzufrieden sein, das ist als Aufsteiger echt okay. Wir haben etliche gute Spiele gezeigt und deshalb kann man die vergangene Saison, denke ich, als Erfolg bezeichnen.  

Was zeichnet deiner Meinung nach die Mannschaft des VfL Sindelfingen aus?

Ott: Wir haben einen Top-Teamgeist und super Fans in der Sommerhofenhalle. Da müssen wir uns bei den Zuschauern bedanken, dass sie uns immer unterstützt haben. Und natürlich ist das Niveau der Mannschaft sehr hoch und ich denke, dass wir eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielerinnen haben. Insgesamt gesehen sind wir sehr ausgeglichen besetzt und deshalb lief es in der vergangenen Saison auch ganz gut.

Seit November 2009 bist du verletzt. Juckt es dich wieder in den Fingern?

Ott: Ja, es kribbelt wirklich in den Fingern. Ich kann es kaum noch erwarten, einen Ball in die Hand zu nehmen und zu werfen oder auch mal wieder zu joggen. Nach meiner Kreuzbandoperation konnte ich nur im athletischen Bereich arbeiten, das heißt Kraft- und Konditionstraining. Aktuell mache ich das immer noch, in den kommenden Wochen möchte ich aber wieder ins normale Mannschaftstraining einsteigen.  

Wie schwierig ist es, wieder in Form zu kommen?

Ott: Natürlich ist es eine sehr lange Zeit. Jede Woche darf ich ein bisschen mehr machen und bin bis zum Trainingsauftakt wieder voll einsatzfähig, so dass ich die Vorbereitung wieder voll mitmachen kann. Deshalb denke ich, dass ich meine Form bald wieder haben werde.  

Deine Karriere in der Jugend-Nationalmannschaft ruht aktuell. Wann startest du wieder durch und welche Erfolge möchtest du mit dem Nationalteam feiern?

Ott: Natürlich bin ich total heiß darauf, bald wieder ein Spiel im Nationaltrikot zu bestreiten. Ich werde alles dafür tun, um die Nationaltrainer mit Leistung auf mich aufmerksam zu machen. Klar ist es ein Traum von jedem, einmal Europameister, Weltmeister oder Olympiasiegerin zu werden. Bei dem nächsten großen Turnier, bei dem ich dabei sein kann, möchte ich um einiges besser abschneiden, als bei der Jugend-EM letztes Jahr in Serbien. Damals haben wir den neunten Platz belegt.  

Und welche Ziele hast du nächste Saison mit der Mannschaft?

Ott: Wir werden nächstes Jahr wieder eine starke Mannschaft haben. Ich denke nicht, dass wir in der kommenden Saison etwas mit dem Abstieg zu tun haben werden. Das klare Ziel lautet meiner Meinung nach Play-Offs. Mit Marielle Bohm haben wir uns super verstärkt, auch Leistungsträger wie Silke Meier und Iris Cartarius bleiben an Bord. Diese Spielerinnen verfügen über eine sehr große Erfahrung national, sowie international. Jeder kleine Tipp von ihnen bringt mich in meiner Entwicklung ein kleines Stück weiter.