26.03.2010 11:18 Uhr - 1. Bundesliga - Jürgen Poestges - Cellesche Zeitung

Die kleinste Chance nutzen: Jolanda Robben

"Keine Auflösungserscheinungen" - Jolanda Robben"Keine Auflösungserscheinungen" - Jolanda Robben
Quelle: SVG Celle
„Natürlich träumen wir davon die Klasse zu halten“, sagt Jolanda Robben vom SVG Celle. Am Samstag steht das nächste Endspiel an, wenn Celle gegen die bereits abgestiegenen Dortmunderinnen antritt. Die Ausgangslage für den Aufsteiger ist dabei schwierig, ist doch die Chance auf den Klassenerhalt bestenfalls sehr gering. Aber in Celle will das Team weiter kämpfen, „Auflösungserscheinungen“ stelle sie nicht fest, betont Robben.

Jolanda Robben, die Situation ist ein wenig merkwürdig. Gefühlt ist der Abstieg sicher, rein rechnerisch aber noch nicht. Wie geht die Mannschaft damit um?

Robben: Wir wissen, dass wir uns selber in diese Situation gebracht haben. Jetzt ist es an uns, die kleine Chance, die wir noch haben, möglichst auch zu nutzen. Das ist uns allen klar.

Schauen Sie da eher in Richtung Leipzig, wie Sie in zwei Wochen antreten müssen? Oder sind die Gedanken eher bei den Trierern, die verlieren müssen?

Robben: Die Gedanken sind ausschließlich bei SVG Celle. Unsere gesamte Konzentration gilt dem Verein. Wir dürfen jetzt auch nicht voraus schauen nach Leipzig. Die Partie am Sonnabend zu Hause gegen Dortmund wird schwer genug werden.

Spielt da schon eine Rolle, das es unter Umständen das letzte Heimspiel in der 1. Liga und mit dieser Mannschaft sein kann?

Robben: Sicher setzt sich jede Spielerin für sich mit dieser Situation auseinander. Aber es darf im Spiel keine Rolle spielen. Wir spielen alle noch für Celle, die Saison läuft noch, und wir sind je auch beim Training noch zusammen. Ich kann so etwas wie Auflösungserscheinungen nicht feststellen. Außerdem wollen wir alle auf jeden Fall den heimischen Fans, die uns immer so toll unterstützt haben, noch einmal ein gutes Spiel zeigen.

Wie ist derzeit die Stimmung in der Mannschaft?

Robben: Ich habe den Eindruck, sie ist sehr gut. Wir hatten drei Tage frei, und als das Training wieder angefangen hat, haben wir uns alle gefreut, uns wieder zu treffen. Deswegen glaube ich auch nicht, dass sich jemand ablenken lässt.

Letztlich hat sich in den entscheidenden Spielen der Druck negativ bemerkbar gemacht. Wie ist das im Team verarbeitet worden?

Robben: Eine richtige Begründung dafür haben wir auch nicht. Wir haben ja oft gar nicht schlecht gespielt. Aber gegen Sindelfingen oder Trier hat es dann nicht gereicht. Es hat aber auch keinen Zweck, jetzt nach hinten zu schauen. Es sind noch vier Punkte zu vergeben. Beide Spiele sind schwer, aber letztlich hat uns auch niemand den einen Punkt aus Leverkusen zugetraut. Das bedeutet doch, dass wir durchaus noch Chancen haben und uns nicht aufgeben dürfen.

Hand auf`s Herz: Glaubt die Mannschaft noch an den Klassenerhalt?

Robben: Natürlich träumen wir davon die Klasse zu halten. Und wo wären wir ohne Träume, da würde doch das Leben keinen Spaß mehr machen. Wir wollen unsere Chance auf jeden Fall nutzen.