09.03.2010 16:28 Uhr - 1. Bundesliga - Ole Rosenbohm - PM VfL Oldenburg

Oldenburg erwartet Vizemeister Leverkusen

Nerven behalten: Sabrina Neuendorf Nerven behalten: Sabrina Neuendorf
Quelle: Hermann Jack
Den Tabellenzweiten Bayer Leverkusen empfangen die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg am Mittwochabend in der EWE Arena. Mit einem Sieg könnten die Oldenburgerinnen bis auf drei Punkte an die Gäste heranrücken. Im Falle einer Niederlage droht das Abrutschen auf Platz vier - falls ProVital Blomberg im zeitgleich auszutragenden Spiel gegen den Fünften Buxtehuder SV gewinnt.

Leverkusen und Oldenburg wollen am Mittwoch ihre eindrucksvollen Serien verteidigen: Der VfL ist im Jahr 2010 in 13 Pflichtspielen noch unbesiegt. Bayer verlor in der Bundesliga das bisher letzte Mal am 21. Oktober (20:22 gegen Leipzig), kassierte allerdings kürzlich im EHF-Pokal-Achtelfinale eine 25:26-Niederlage bei IK Sävehof (Schweden). Dennoch erreichte das Team von Trainerin Renate Wolf die Runde der letzten Acht (Hinspiel 28:22).

Unverwundbar sind die "Elfen" trotz ihrer sieben aktuellen Nationalspielerinnen im Kader nicht: Schon in der vergangenen Spielzeit triumphierten die Oldenburgerinnen in der EWE ARENA, schlugen den letztjährigen Vizemeister mit 32:27. Zudem reist die Mannschaft mit den meisten Unentschieden der Bundesliga nach Oldenburg: Bereits fünf Partien Bayers endeten mit einem Remis.

Oldenburg ist dieser Spielausgang bei vier Unentschieden ebenfalls nicht unbekannt. Auch die Partien am vergangenen Wochenende endeten mit einer Punkteteilung: Der VfL spielte 25:25 bei FA Göppingen, Leverkusen 24:24 gegen ProVital Blomberg. "Erst haben wir in Celle einen Punkt gelassen, dann in Göppingen. Beide Male haben wir kurz vor Schluss noch geführt, waren dann aber nicht cool genug", sagt Oldenburgs Spielführerin Sabrina Neuendorf: "Gegen Leverkusen können wir uns diese Punkte wiederholen." Neuendorf erwartet eine enge Partie: "Die Mannschaft, die zum Schluss ihre Nerven behält, wird das Spiel gewinnen."

Optimistisch gibt sich auch Trainer Leszek Krowicki: "Leverkusen hat eine sehr starke Mannschaft, die uns vor viele Probleme stellen wird. Wenn wir aber selber die Initiative ergreifen, ist alles drin." Der Coach wird allerdings voraussichtlich auf Maike Schirmer verzichten müssen. Die Juniorinnen-Nationalspielerin leidet unter einer starken Grippe. Falls die Rechtsaußen nicht spielen kann, wird Birthe Barger aus dem VfL-Regionalligateam ihren Platz einnehmen. Bei den Gästen werden vermutlich Penda Böninghausen und Sara Walzik fehlen.

Angesichts des engen Terminplans dosierte Krowicki die Trainingsarbeit. Am heutigen Dienstag steht eine "lockere Einheit" auf dem Programm: "Es geht nur darum, nochmals einige Abläufe zu verinnerlichen", sagt der Coach. Schon am Freitagmorgen macht sich das Team nach Serbien zum Viertelfinal-Hinspiel im Europapokal der Pokalsieger bei HC Naisa-Nis auf.