23.01.2006 16:00 Uhr - 1. Bundesliga - Christian Stein

Leverkusen stellt Weichen für die Zukunft

Michaela Seiffert streifte am Sonntag zum ersten Mal das Bayer-Trikot über.Michaela Seiffert streifte am Sonntag zum ersten Mal das Bayer-Trikot über.
Quelle: Bayer04
Bayer Leverkusen kann auch in der kommenden Saison die erfolgreiche Entwicklung weiter  vorantreiben. Für die kommende Saison stehen bereits 12 Spielerinnen fest. Neben den insgesamt sieben Vertragsverlängerungen konnte der aktuelle Tabellenführer der Bundesliga den ersten Neuzugang präsentieren. Von Ligakonkurrent Borussia Dortmund wechselt Torjägerin Michaela Seiffert an den Rhein. Die 26-jährige Spielerin ist auf allen Rückraumpositionen einsetzbar und erhält beim Werksklub einen Vertrag bis 2008. Seiffert  soll aber keinesfalls ein Ersatz für Nationalspielerin Nadine Krause sein, die mehrere Angebote aus dem Ausland hat. „Wir werden alles tun, um Krause attraktive Optionen in alle Richtungen hin anzubieten. Besonders mit der Bayer AG im Rücken können wir hervorragende berufliche Zukunftschancen bieten.“, so Trainerin Renate Wolf.

Neben Nadine Krause besitzen nur Alexandra Uhlig und Tessa Wienstroer noch keinen Vertrag für die kommende Saison. Mit beiden stehen aber noch Gespräche über eine Vertragsverlängerung an, so Wolf. Den Vertrag um jeweils ein Jahr verlängert haben Nationaltorhüterin Clara Woltering und Rechtsaußen Claudia Bohrmann. Gleich fünf weitere Spielerinnen unterschrieben für zwei weitere Jahre, darunter zum einen die drei deutschen Nationalspielerinnen Anna Loerper, Anne Müller und Sabrina Neukamp, als auch die slowakische Rückraumspielerin Denisa Glankovicova und Wolfs Joker Lyn Byl, die während der vergangenen Saison vom SC Buntekuh Lübeck zurück an den Rhein gewechselt ist und vor ihrer achten Spielzeit im Bayer-Trikot steht.
 
Noch einen Vertrag über die laufende Saison hinaus hatten bereits Sabine Englert, Yvonne Fillgert, Heike Ahlgrimm, sowie die zu Saisonbeginn aus dem eigenem „Future Team“ zum Bundesligakader gekommene griechische Nationalspielerin Vivi Kazaki. Auch in Zukunft will Bayer vermehrt auf eine eigene Ausbildung von Nachwuchstalenten setzen und Spielerinnen aus der eigenen Jugend zu erfolgreichen Bundesliga- und Nationalspielerinnen formen, denn neben der Griechin haben mit Woltering, Müller und Loerper bereits mehrere Spielerinnen den Sprung von der Jugendmannschaft in die Nationalmannschaft geschafft. „Wir haben den Vorteil, dass wir unser Spielsystem bis runter in die B-Jugend praktizieren. Dadurch wird unseren jungen Spielerinnen die Integration in die Bundesligamannschaft erleichtert, wie es zuletzt Anne Krüger in den Europapokalspielen gegen Anadolu unter Beweis stellen konnte.“, so Renate Wolf.