20.02.2010 04:00 Uhr - Champions League - PM HC Leipzig / dpa

Leipzig hofft auf Überraschung gegen Györ

Renate UrneRenate Urne
Quelle: Sebastian Brauner
Der deutsche Handball-Meister HC Leipzig kann im Richtung weisenden Champions-League-Hauptrundenspiel gegen den Vorjahresfinalisten ETO Györ am Sonntag wieder auf Abwehrchefin Renate Urne bauen. Die norwegische Nationalspielerin hatte sich in der vergangenen Woche bei einem Zusammenprall eine schwere Gehirnerschütterung sowie eine Risswunde an der Zunge zugezogen. Sie fiel für das Spiel beim slowenischen Club RK Krim Mercator Ljubljana aus. Jetzt steht sie wieder im Kader des Bundesliga-Spitzenreiters.

Mit Györ kommt am Sonntag der ungarische Serienmeister in die Arena Leipzig. Trainer Heine Jensen weiß um die Stärken des Ungarischen Meisters: „Györ hat eine tolle Mannschaft mit ganz starken Individualistinnen, die auch allein ein Spiel entscheiden können. Sie spielen sehr schnell und lassen den Ball sehr sicher laufen. Aus dem Rückraum sind sie genauso gefährlich wie vom Kreis oder über Außen, man darf sich gegen diese Mannschaft einfach nicht nur auf eine Spielerin konzentrieren, die sind alle Klasse. Da sind kaum Schwächen auszumachen, sie waren ja nicht umsonst im Champions League Finale, wo sie gegen Viborg insgesamt nur mit einem Tor unterlegen waren. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir unsere Chance haben. Dazu müssen wir an die Grenze und vielleicht sogar darüber hinaus gehen. Wir haben unser tolles Publikum in der Arena im Rücken, mit dem wir schon so manches Spiel gewinnen konnten. Wir wollen die Überraschung mit Unterstützung unserer Zuschauer schaffen.“

Im Vorverkauf wurden bisher über 2800 Karten verkauft und auch 300 Fans von Audi ETO Györ wurden zur Unterstützung ihres Team angekündigt. In den Reihen der Ungarinnen stehen eine ganze Reihe Weltklasse-Spielerinnen wie die Ungarische Nationalspielerinnen Katalin Palinger im Tor, Agnes Hornyak im Rückraum, Orsolya Verten und Aniko Kovacsics auf Linksaussen, die erfahrenen rumänischen Nationalspielerinnen Aurelia Bradeanu und Simona Spiridon im Rückraum und am Kreis, sowie die slowakische Nationalspielerin Katarina Mravikova auf Rechtsaußen. Im Team von Coach Csaba Konkoly steht mit der Brasilianerin Eduarda Amorim auch eine der besten Rückraum-Werferinnen der Welt.

Mega-Star Anita Görbicz wird in Leipzig nicht mit dabei sein, da sie sich am Mittwoch im Ligaspiel der Ungarinnen erneut am Knie verletzt hat. Görbicz stand nicht lange wieder auf dem Parkett, da sie sich erst Ende Mai im Hinspiel des Champions League Finals ein Kreuzband gerissen hatte. „Ich denke nicht, dass dies eine große Schwächung für Györ ist, denn in solchen Situation rückt eine Mannschaft sehr eng zusammen, um den Verlust zu kompensieren. Im Final-Rückspiel gegen Viborg konnte sie ja auch nicht spielen und sie haben trotzdem mit Viborg auf Augenhöhe. Ich denke wir sind sehr gut beraten, wenn wir uns auf unsere Leistung konzentrieren und nicht nur auf den Gegner schauen,“ meint Trainer Heine Jensen.