17.02.2010 21:26 Uhr - DHB-Pokal - Felix Buß & Frank Härterich - hbvf.de

HC Leipzig im Viertelfinale - Letztlich deutliche Revanche in Göppingen

Karolina Kudlacz erzielte neun Treffer<bR><a href="http://galerie.redsport.de/index.php?option=com_joomgallery&func=viewcategory&catid=142&Itemid=53" target="_blanK"><small>» Galerie zum Spiel (18)</small></a>Karolina Kudlacz erzielte neun Treffer
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Quelle: sportseye.de
„Am Aschermittwoch ist alles vorbei“, dieser Spruch galt heute im Pokal-Achtelfinale den Göppinger Frisch Auf Frauen. Leipzig legte in der über weite Strecken schwachen Partie von Beginn an vor und behielt die Zügel der Partie trotz Problemen in der Hand - auch als Göppingen vor der Pause zum 12:13-Halbzeitstand aufschloss und den Elan mit in die zweite Hälfte nahm (15:14, 35.). Leipzig schien nach schwachen Aktionen am Boden, doch Kudlacz (9) drehte auf und brachte Leipzig mit 19:16 zurück in die Spur. Göppingen verlor zusehends Kräfte und Spielfaden, wenngleich Celia Schneider (9/2 Paraden) im Tor bis dahin eine gute Partie machte. In der Schlussphase gab es dann kein Halten mehr und Leipzig gewann noch überraschend deutlich mit 30:23. Für Göppingen warf Stellbrink (6/1) die meisten Tore.

Nicole Dinkel stemmte sich mit Frisch Auf lange gegen die Niederlage<bR><a href="http://galerie.redsport.de/index.php?option=com_joomgallery&func=viewcategory&catid=142&Itemid=53" target="_blanK"><small>» Galerie zum Spiel (18)</small></a>Nicole Dinkel stemmte sich mit Frisch Auf lange gegen die Niederlage
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Die Gäste aus Leipzig stellten anfangs eine hochkonzentrierte Abwehr, gleich zweimal wurde Lisa Wirén beim Gegenstoß in Szene gesetzt, nach drei Minuten führte der HCL bereits mit 3:1. Die Frisch Auf Frauen waren derweil zu langsam auf den Beinen und prallten an der Leipziger Deckung immer wieder ab. In Unterzahl griff Aleksandar Knezevic kurz darauf jedoch erfolgreich in die Trickkiste. Nicole Dinkel betrat als siebte Spielerin das Feld und war mit dafür verantwortlich, dass Fritz und Vojtiskova mit platzierten Würfen zum 4:4 ausglichen. Zudem parierte Celia Schneider ihren ersten Strafwurf.

Allerdings verpasste es Göppingen in Gleichzahl die Spannung aufrecht zu erhalten, Kudlacz eroberte beim 5:4 die Gästeführung zurück. Im Göppinger Angriff fehlte nun erneut die Struktur, allerdings zeigte auch Leipzig nicht die Sahneseite und so standen die Torfrauen nun im Mittelpunkt und prägten diese Phase mit teils sehenswerten Paraden - Katja Schülke auf der einen und Celia Schneider auf der anderen Seite wechselten sich dabei in steter Regelmäßigkeit ab. Die Frisch Auf Frauen schienen derweil leichte Vorteile zu erlangen, doch nach dem sehenswerten Spielzug zum 6:6-Ausgleich (15.) blieben wieder die Gäste am Drücker. Diesmal schien sich Leipzig gar in einen Rausch zu spielen, Kudlacz hatte Augsburg ersetzt und legte mit einem Doppelschlag vor. Wiren traf ebenso zweimal. Binnen zwei Minuten hatte sich Leipzig auf 10:6 (17.) abgesetzt.

FA-Trainer Aleksandar Knezevic kam nicht umhin seine Auszeit zu nehmen, allerdings lag Göppingen fünf Minuten spiter beim 8:12 noch immer mit vier Toren zurück. Erneut hatte ein Pass auf Wiren, diesmal über die volle Felddistanz, die Göppinger Abwehr überrollt. Wieder war es an Celia Schneider, die Gäste nicht davon ziehen zu lassen, vielmehr rückte Göppingen nun heran, zumal sich Maike Daniels als Ersatz für Ania Rösler als Regisseurin einige technische Fehler leistete und von Jessica Schulz mehrfach das Spielgerät abgeluchst bekam. Breidert sorgte schließlich beim 11:12 (27.) für den Anschlusstreffer, kurz darauf war durch Schulz selbst der Ausgleich fällig. Dabei hätte Göppingen mit einer besseren Chancenauswertung noch wesentlich schneller verkürzen können. Ein Treffer vin Anne Ulbricht sowie ein strittiges Stürmerfoul von Schulz brachten Leipzig zur Pause mit 13:12 wieder knapp in Vorlage.

Nach der Pause folgte ein Aufbäumen der Göppinger Defensive, hinter der Celia Schneider weiterhin großartige Arbeit verrichtete. Durch Breidert ging Göppingen folgerichtig nach 35 Minuten beim 15:14 erstmals in Führung. Zugleich war es auch die letzte Göppinger Führung, denn die Leipziger Abwehr konnte sich nun steigern. Allerdings war es auch die schlechte Strafwurfausbeute, mit der sich Göppingen das Leben selbst schwer machte: Nacheinander scheiterten Dangel, Stellbrink und Fritz an Schülke und dem Pfosten. Leipzigs Mette Ommundsen sagte beim 17:15-Konter (41.) den obschon tapfer kämpfenden Göppingerinnen „Danke“ und schien den Favoriten zurück in die Spur zu bringen. Karolina Kudlacz unterstrich diesen Eindruck mit dem 19:16 (43.).

Wie schon in der ersten Spielhälfte war es die Polin, die dem Favoriten mit ihrer Explosivität und ihrer Torgefahr Leben einhauchte. Langsam setzte sich der Favorit nun ab, nach dem 20:18 (45.) sorgten Müller, Rösler und Ommundsen für das 23:18 (48.). Göppingen schienen die Kräfte zu schwinden und diesmal sollte die Knezevic-Auszeit keine Linderung bringen, Impulse setzte lediglich die an den Kreis gerückte Tine Dangel. Leipzig nutzte dies, spielte die Routine des Meisters und Champions League-Teilnehmers aus und ließ sich auch von Dinkel im orangen Leibchen nicht mehr irritieren. Damit war klar, dass die Überraschung der Vorsaison, als Göppingen Leipzig in der gleichen Runde aus dem Pokal kegelte, würde diesmal nicht gelingen. Letztlich genügte Leipzig eine durchschnittliche Leistung zu einem deutlichen 30:23-Erfolg, der Einzug in Viertelfinale des Pokals wurde danach umso freudiger gefeiert.

Stimmen zum Spiel:

Heine Jensen, Trainer HC Leipzig
Es war das erwartet enge Spiel. Bis zur 40. Minute haben wir gezweifelt und dann haben wir uns durch unsere starke Abwehr die nötige Sicherheit geholt um das Spiel zu gewinnen. Eigentlich hätte das Spiel 40:33 ausgehen müssen, wenn man die ganzen Fehlwürfe betrachtet.

Aleksandar Knezevic, Trainer FA Frauen
Wir haben das Spiel in Überzahl verloren. Im Angriff haben wir keine Tore gemacht und in der Abwehr zu viele bekommen. Deshalb hatten wir keine Chance. Außerdem haben wir deutlich zu viele technische Fehler gemacht.