07.02.2010 19:00 Uhr - Challenge-Cup - dpa / Holger Riegel

Göppinger Frauen mit Vier-Tore-Niederlage in Paris

Unzufrieden: Aleksandar KnezevicUnzufrieden: Aleksandar Knezevic
Quelle: fa-frauen.de
Die Handball-Frauen von Frisch Auf Göppingen haben das Achtelfinal-Hinspiel im europäischen Challenge Cup beim französischen Club HB Issy les Moulineaux verloren. Der Bundesligist bot am Sonntag beim 22:26 (9:10) eine schwache Leistung. Die Göppingerinnen leisteten sich zahlreiche technische Fehler und vergaben viele Großchancen, können die Niederlage im Rückspiel allerdings noch ausbügeln. „Das ist durch nichts zu entschuldigen. Wenn wir gegen so einen Gegner ausscheiden, gibt es Ärger", sagte Geschäftsführer Thomas Pientka schon mit Blick auf das Rückspiel am kommenden Samstag, das in einer Doppelveranstaltung mit dem Europapokalauftritt der Herren ausgetragen wird.

Auch lange nach der Begegnung war Pientka noch in Rage. „Das war eine ganz schwache Leistung für die es keine Ausreden gibt“, schimpfte der Manager und nahm die Mannschaft in die Pflicht: „Die Spielerinnen müssen sich jetzt auch selbst hinterfragen und sind im Rückspiel gefordert, schließlich geht es für uns auch um viel Geld.“ Die Enttäuschung von Pientka war verständlich, denn in Paris scheiterten die Grün-Weißen keineswegs an einem überlegenen Gegner, sondern vor allem an den eigenen Schwächen.

Dabei gelang Göppingen ein Traumstart ins Achtelfinale. Bereits nach drei Minuten führte Frisch Auf  mit 0:3, doch dann hatten die Grün-Weißen zunehmend Probleme mit der offensiven französischen Defensive. Issy les Moulineaux agierte wie erwartet mit schnellem Spiel nach vorne und Göppingen gab den Gastgeberinnen mit Fehlwürfen und technischen Fehlern die Gelegenheit dazu. Funktionierte der französische Gegenstoß nicht, zeigte sich Issy abgeklärt und zog lange Angriffe auf. Mit dieser Taktik hatte das Team von Trainer Arnaud Gandais Erfolg und lag in der 10. Minute mit 4:3 vorne. Auch für den Rest der ersten Halbzeit änderte sich an der Führung der Gastgeberinnen nichts mehr, wobei sich immer mehr Fehler ins grün-weiße Spiel schlichen. So wurden beim Stand von 10:9 die Seiten gewechselt.

In den zweiten Abschnitt erwischte Issy den deutlich besseren Start und setzte sich beim 15:11 (36.) erstmals deutlicher ab. Besonders in der Defensive stand der Bundesligist jetzt schwach und die Französinnen kamen zu leichten Toren. Und so ging es weiter bis zum 20:15 in der 42. Minute und Frisch Auf musste immens aufpassen, um sich nicht gleich im Hinspiel den Traum vom Viertelfinale zu zerstören. Martina Fritz kam nun als Regisseurin ins Spiel und sorgte mit ihrer Erfahrung dafür, dass sich der Rückstand zumindest nicht weiter vergrößerte. So konnten die Grün-Weißen in der französischen Hauptstadt bis zum 26:22-Endstand ihre Farben zumindest noch in einem lösbaren Rahmen im Spiel halten.

„Wir haben die erste Halbzeit in diesem Achtelfinale verloren und müssen das im Rückspiel wieder zurechtrücken“, resümierte Frisch Auf-Trainer Aleksandar Knezevic die schwache Vorstellung seiner Truppe im Challenge Cup und die verdiente Niederlage. Keine Frage, bei der Europapokal-Doppelveranstaltung in der EWS-Arena am kommenden Samstag müssen die Frisch Auf Frauen ab 16.00 Uhr mehr als eine Schippe nachlegen und dabei setzt Pientka auch auf die Zuschauer aus der Handball-Hauptstadt. „Natürlich hoffen wir, dass schon viele Fans zu unserem Spiel in die Halle kommen und mit unserem derzeitigen Selbstvertrauen brauchen wir diese Unterstützung auch“, setzt der Manager für das Europa-Highlight auf den Rückhalt der „Hölle Süd“.  

FA Göppingen: Meisl, Schneider – Schulz (2), Breitinger, Unseld (3), Mädger, Stellbrink (2/2), Schröder (2), Breidert (2), Fritz (1), Dinkel (3), Günthel (2), Dangel (1), Vojtiskova (4)  

Issy les Moulineaux: Attingre, Dumoulin – Lassource (2), Zaadi, Bruneau (5), Zalewski (2), Spincer (5/1), Sababady (1), Cauly (4), Barthelemy, Mbang (1), Pigniczki (6/3)  

Strafwürfe: : 5/4: 3/2
Zeitstrafen: 10 Min. : 8 Min.
Schiedsrichter: Bol / Van Eck (NED)
Zuschauer: 400