31.01.2010 10:05 Uhr - 2. Bundesliga Süd - Timo Kunkel

16 Landenberger-Tore reichen Allensbach in Mainzlar nicht

Lena Landenberger konnte die Niederlage nicht abwendenLena Landenberger konnte die Niederlage nicht abwenden
Quelle: SV Allensbach
Der TV Mainzlar konnte sich mit einem 37:35 (20:20)-Sieg gegen den SV Allensbach im gesicherten Mittelfeld der Tabelle festsetzen. Es war kein Spiel für Zuschauer, die technisch filigranen Handball sehen wollten. Solche, die einfach nur schnellen Handball und viele Tore sehen wollten, waren aber am Sonntag in der Schulsporthalle von Lollar genau am richtigen Platz. Auch Siebenmeterfreunde kamen voll auf ihren Kosten, denn insgesamt sprachen die beiden Unparteiischen 19 Strafwürfe aus. Lena Landenberger erzielte für die Gäste vom Bodensee 16/10 Tore, es waren zu wenig für einen Sieg. Auf Seiten der Staufenbergerinnen war der Neuzugang von der FSG Sulzbach/Leidersbach, Martina Halasova, auch bei ihrem Heimdebüt nicht nur die beste Werferin, sondern auch beste Spielerin in Reihen des TV Mainzlar. Nach ihren elf Treffern vergangenes Wochenende in Zwickau erzielte sie diesmal 12/3 Tore, war die lenkende Akteurin in der Abwehr und im Angriff jederzeit anspielbereit.

Der Auftakt verlief auf beiden Seiten sehr holprig mit zahlreichen technischen Fehlern und reihenweise Fehlwürfen. Allensbach erspielte sich immer wieder gute Chancen, scheiterte aber meist an der gut aufgelegten Torhüterin Vilma Gainskyte. Ihr war es zu verdanken, dass Mainzlar nicht früh einem Rückstand hinterher laufen musste. Im Angriff biss sich die Gerlach-Truppe an der zunächst starken Abwehr fest, dennoch stand es nach vier Minuten 2:0. Dieser Vorsprung hatte auch bis zur 14. Minute Bestand, als Halasova mit ihrem ersten Treffer das 8:6 besorgte. Laura Schmitt erzielte mit einem Wurf aus der zweiten Reihe in Unterzahl zwei Minuten später beim 11:8 für die erste Führung mit drei Toren.

Danach kam der SVA angeführt von der starken Lena Landenberger besser ins Spiel und konnte mit drei Treffern in Serie ausgleichen. Durch die Einwechselung von Karoline Müller für Andrijana Atanasoska auf Rechtsaußen kam neuer Schwung ins Angriffsspiel der Staufenbergerinnen. Mit zwei schnellen Toren in Folge sorgte sie in der 21. Minute für die 16:12-Führung.

Allensbachs neue Trainerin Jenny Wiedenmeier zog ihre grüne Karte und stimmte ihre Mädels auf die folgende Aufholjagd ein. Julia Gruber konnte einen Siebenmeter von Martina Halasova abwehren, was die Gäste prompt nutzen, um den Spielstand weiter zu verkürzen. Beim 17:15 nahm TVM-Trainer Gerlach seinerseits seine Auszeit, doch ein positiver Effekt konnte sich nicht einstellen. Landenberger konnte zwei Minuten vor der Pause den Ausgleich besorgen. Ein direkt ausgeführter Freiwurf von Ruta Latakaite vor dem Seitenwechsel fand nur noch den Weg an die Latte, so dass es nach einer kurzweiligen ersten Hälfte 20:20 stand.

Nach der Pause kam Ann-Cathrin Giegerich ins Tor des TV Mainzlar und die Jugendnationaltorhüterin machte ihre Sache mit zehn Paraden ähnlich gut wie Vilma Gainskyte (12 Paraden) in der ersten Halbzeit, ein Faktor für den späteren Sieg des TVM. Doch so schnell wollten sich die Frauen vom Bodensee nicht geschlagen geben. Unter frenetischer Unterstützung der mitgereisten Fans zeigte man sich kampfstark und lies sich nicht abschütteln. Im Gegenteil, in der 42. Minute gelang der 25:24-Anschlusstreffer.

Zehn Minuten später sorgte Nina Hess dann vom Siebenmeterpunkt für die Vorentscheidung zu Gunsten der Heimmannschaft. Nach einem verworfenen Strafwurf von A. Atanasoska staubte Müller zum wiederholten Mal ab und erzielte das 32:27. Doch Allensbach gab sich nach wie vor noch nicht geschlagen, kämpfte verbissen um den Anschluss und versuchte mit einer Auszeit noch einmal den Rhythmus von Mainzlar zu unterbrechen. Drei Treffer in Folge von Nathalie Jähnisch sorgten zwar noch einmal für Ergebniskosmetik, der letztendlich verdiente 37:35-Sieg des TV Mainzar kam aber nicht mehr in Gefahr.