27.01.2010 21:09 Uhr - 1. Bundesliga - dpa/red

HC Leipzig baut Vorsprung in der Bundesliga aus

Lisa Wiren fiel nach einer Viertelstunde verletzt ausLisa Wiren fiel nach einer Viertelstunde verletzt aus
Quelle: Sebastian Brauner
Die Bundesliga-Handballerinnen des HC Leipzig haben am Mittwoch ihren Vorsprung an der Tabellenspitze auf drei Zähler ausgebaut. Das Team von Trainer Heine Jensen besiegte vor 1478 Zuschauern Frisch Auf Göppingen mit 34:24 (15:11) und bleibt auch im achten Heimspiel der Bundesliga-Saison weiter ungeschlagen. Erfolgreichste Schützin der Leipzigerinnen war Mette Ommundsen (8/6). Bei den Gästen überzeugte Birute Stellbrink mit sieben Treffern. "Wir haben mit einer über weite Strecken konzentrierten Leistung heute verdient gewonnen", äußerste sich HCL-Manager Kay-Sven Hähner direkt nach dem Spiel zufrieden über die gewonnenen zwei Punkte seines Teams.

Nur zu Beginn konnten die Gäste dem HCL Paroli bieten. Das Göppinger Angriffskonzept war zu sehr auf Anspiele an Kreisläuferin Katrin Schröder oder Einzelaktionen aus dem Rückraum fixiert. Die Leipziger Deckung stellte sich schnell auf dieses Angriffsverhalten ein und zog nach vier Toren in Folge auf 8:4 (10.) davon. Die Hausherrinnen dominierten die Partie und kamen immer wieder zu guten Konterchancen. Alexandra Meisl verhinderte mit ihren Paraden gegen den eigenen Ex-Verein einen größeren Rückstand für die Württembergerinnen.

Beim Stand von 15:11 wurden die Seiten gewechselt. Der HCL, der bereits nach einer Viertelstunde verletzungsbedingt auf Lisa Wiren verzichten musste, machte aber in der gut gefüllten Ernst-Grube-Halle keine Anstalten nachzulassen. Renate Urne erhöhte bereits in der 35. Minute zum 19:12. Göppingen gab sich nicht auf und kämpfte um ein gutes Ergebnis, Nicole Dinkel verkürzte prompt mit einem Doppelschlag. Allerdings fehlten im Positionsangriff die Variationen, um den HCL ernsthaft in Gefahr zu bringen.

In der Mitte der zweiten Halbzeit verfielen beide Mannschaften kurzer Zeit in Hektik, eine hohe Anzahl an technischen Fehlern folgte zwangsmäßig. Leipzig, einmal mehr mit Katja Schülke als sicheren Rückhalt, fing sich jedoch zuerst – Rösler, Ommundsen und Kudlacz erhöhten zum 24:17. Göppingens Moral schien gebrochen. Auch eine Auszeit von Aleksandar Knezevic nach Urnes Tor zum 27:18 vermochte in den letzten zehn Minuten das Blatt nicht mehr wenden.

Zumal Frisch Auf die letzten sechs Minuten auf Alexandra Meisl verzichten musste: Ein Foul von Alena Vojtiskova an der durchbrechenden Ania Rösler war dem unkontrollierten Wurf der Nationalspielerin, der in Meisls Gesicht landete, vorausgegangen. Die Tschechin musste zudem für zwei Minuten auf die Strafbank. Luisa Schulze, die in den letzten Minuten zum Einsatz kam, verwandelte den fälligen Strafwurf zum 30:19. Die Partie war endgültig entschieden, Göppingen konnte zwischenzeitliche den durch die zahlreichen Wechsel aufkommenden Bruch im Leipziger Spiel nutzen, um den Rückstand zu verkürzen, am Ende siegten die Sächsinnen jedoch klar mit 34:24.