18.01.2010 09:31 Uhr - 2. Bundesliga Nord - Dominik Heuer - Winsener Anzeiger

Ohne Training in die 2. Liga - Maike Koberg gibt Comeback für Rosengarten

Turid Arndt verletzt, Ariela Albers beruflich verhindert, Maren Eckert und Torwarttrainerin Silke Christiansen nach Knieoperationen noch im Wiederaufbautraining: Rosengartens Trainer Martin Hug verzweifelte auf der Suche nach einer Torhüterin für das Spiel gegen Travemünde. Doch Maren Eckert fand die Lösung: SGH-Mentaltrainerin Maike Koberg sprang kurzfristig ein und durfte am Ende mit ihrem Team einen Sieg über Travemünde feiern.

"Ich habe sofort ja gesagt", erklärte die 41-Jährige, die zuletzt vor anderthalb Jahren trainiert hat. Auch vor dem Spiel gegen Travemünde konnte die Keeperin, die einst in der 1. Bundesliga aktiv war, keine Übungseinheit mit der SGH absolvieren. Um trotzdem die bestmögliche Leistung abrufen zu können, konnte die Handballerin auf ihren eigentlichen Job als Mentaltrainerin bauen.

"Ich habe meine Bewegungen vorher öfters visualisiert, habe das Spiel also im vornherein schon gespielt", erklärte die Torhüterin, die sich selbst als „positiv verrückt“ beschreibt. "Ich habe aber durch den Einsatz auch noch einiges für meine Arbeit lernen können", gab sie zu verstehen.

Martin Hug freute sich über die spontane Zusage und zeigte sich mit ihrer Leistung mehr als zufrieden. "Schade nur, dass die Mädels Maike so oft im Stich gelassen haben", hätte der Trainer seiner Aushilfstorhüterin einen weniger arbeitsreichen Tag gewünscht. Maike Koberg selbst hat trotzdem noch einmal Blut geleckt: "Wenn ich regelmäßig trainieren könnte, würde ich vielleicht wieder anfangen."