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30.12.2009 23:56 Uhr - 1. Bundesliga - Ole Rosenbohm - PM VfL Oldenburg

Oldenburg unterliegt nach kampfbetonten sechzig Minuten in Blomberg

Musste beim VfL früh auf der Mitte ran: Barbara HetmanekMusste beim VfL früh auf der Mitte ran: Barbara Hetmanek
Quelle: Hermann Jack
Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg haben das letzte Spiel des Jahres verloren. Beim Tabellendritten HSG Blomberg unterlag der noch vor drei Tagen im Supercup gegen Spitzenreiter Leipzig triumphierende VfL mit 29:31 (14:15). In einer kampfbetonten Begegnung mit insgesamt drei Roten Karten warfen Angie Geschke (8) und Julia Wenzl (5) die meisten Oldenburger Tore. Für Blomberg erzielten Saskia Lang neun und Kerstin Wohlbold sechs Tore. Den Gastgeberinnen fehlte Katja Langkeit, dafür reaktivierte Trainer Andre Fuhr die eigentlich Ende letzter Saison zurückgetretene Katrin Dorna. Beim VfL fehlten vier Spielerinnen.

Die Pläne der Oldenburgerinnen wurden früh über den Haufen geworfen, als Spielführerin Sabrina Neuendorf nach 130 Sekunden Blombergs Torfrau Natalie Hagel am Kopf traf und dafür die direkte Rote Karte (Disqualifikation) sah. Die Schiedsrichter Colin Hartmann und Stefan Schneider unterstellten Neuendorf damit Absicht. Neuendorf konnte es nicht fassen, beteuerte ihre Unschuld, setzte sich dann aber zu den etwa 50 Oldenburger Anhängern auf die Tribüne.

Derweil beorderte VfL-Trainer Leszek Krowicki, dem ohnehin schon Anna Badenhop (Knorpelschaden), Kim Birke (Kreuzbandriss), Birthe Barger (Hüftverletzung) und Monic Burde (starke Erkältung) fehlten, nun für Neuendorf die in der Bundesliga noch recht unerfahrene Barbara Hetmanek auf die Aufbauposition. Die angeschlagene Wiebke Kethorn konnte auflaufen, musste nach einem Foul Saskia Langs (52.) aber die Platte verlassen. Für sie kam dann Kim Balthazar.

Neuendorf-Ersatz Hetmanek machte ihre Sache ebenso gut, genauso wie die bereits nach drei Minuten eingewechselte Torfrau Julia Renner. Der mit 0:3 (3.) schlecht gestartete VfL stabilisierte sich so und warf nach dem Blomberger 7:5 (10.) fünf Tore in Folge. Nach einer Auszeit (14.) kamen die Gastgeberinnen vor 900 Zuschauern in der restlos ausverkauften, fast überfüllten Blomberger Halle wieder zum Ausgleich (10:10/17.). Danach setzte sich der Pokal- und Supercupgewinner abermals ab (13:10/23.), um nach fünf torlosen Minuten vor der Pause dann doch mit einem Rückstand in die Pause zu gehen. In dieser Phase landeten die mit viel Risiko geworfenen Pässe der Oldenburgerinnen in der Vorwärtsbewegung zu häufig in den Armen des Gegners.

Auch in der zweiten Hälfte setzte sich die Oldenburger Berg- und Talfahrt fort. Vier Treffer in Serie brachten Blomberg das 21:17 (36.), doch unter dem Jubel der äußerst lautstarken VfL-Fans, bei denen neben Neuendorf auch die verletzten Badenhop und Birke saßen, blieben die Gäste im Spiel, ohne allerdings noch mal ausgleichen zu können.

Stattdessen mussten die Oldenburger nach 47 Minuten den nächsten Schock verkraften. Abwehrchefin Natalja Parchina hatte bereits in der 38. und 44. Minute eine Zeitstrafe kassiert, nach ihrer dritten war für sie die Partie beendet. Wenigstens die letzten beiden Hinausstellungen waren aus Sich des VfL höchst umstritten. Bitter für den VfL: Denn Parchina hatte im Zusammenspiel mit Angie Geschke den Blomberger Angriff um die kaum zu stoppende Saskia Lang (9 Tore) noch so gerade bremsen können. Vier Minuten nach Parchina musste Lang aber ebenfalls wegen ihrer dritten Zeitstrafe runter.

Verzweifelt suchten die Oldenburgerinnen nun den Anschluss. Sechsmal verkürzte der VfL ab der 42. Minute den Rückstand auf ein Tor, mehrmals landete der Ball zudem an Pfosten oder Latte. 95 Sekunden vor Schluss sorgte Kerstin Wohlbold für das 30:28. Danach verlor Oldenburg den Ball - die Partie war entschieden.

"Alles, was in diesem Spiel passiert ist, wurde von der Roten Karte beeinflusst", sagte Krowicki nach der Partie und lobte seine Mannschaft für eine kämpferisch "ganz starke Leistung". Sein Gegenüber Fuhr sagte: "Nach der Roten Karte hätten wir das Spiel deutlicher kontrollieren müssen. Es war ein sehr kampfbetontes Spiel, beide Mannschaften können besser spielen."



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