15.12.2009 15:44 Uhr - Weltmeisterschaft - mak

Dänemark prallt an russischer Mauer ab

Es ist nichts geworden mit dem dänischen Traum vom Halbfinale: Mit 30:25 (13:12) setzte sich Russland durch und feierte den Einzug in die Runde der letzten vier. Dänemark war im Angriff nicht in der Lage, die physisch starke russische Abwehr zu überwinden, Torfrau Inna Suslina erledigte den Rest und ebnete ihrem Team den Weg. Ausgerechnet die erst 19-jährige Tatiana Khmyrova avancierte in der entscheiden Phase zur Matchwinnerin für das Team von Trainer Evgeny Trefilow.

Hielt überragend: Inna SuslinaHielt überragend: Inna Suslina
Quelle: sportseye.de
Im ersten Durchgang spielten beide Teams noch auf Augenhöhe, Dänemark musste allerdings viel härter arbeiten, um zu Chancen zu kommen, die körperlichen Nachteile der durchweg deutlich kleineren Däninnen sollten im weiteren Spielverlauf zum entscheidenden Manko für Dänemark werden. Trine Troelsen brachte ihr Team mit 3:2 in Front, legte auch das 4:3 nach, eine der wenigen Führungen Führung der Mannschaft von Jan Pytlick. Zwar war man gut darauf eingestellt dass Russland im rechten Rückraum mit einer Rechtshand spielte, aber im eigenen Angriff fehlte Durchschlagskraft. Nur wenn es richtig schnell und druckvoll ging, rissen die Däninnen Löcher in die russische Deckung.

Bis zur Pause konnte sich Russland allerdings noch nicht absetzen, Dronina traf zum 6:8, dann standen sich Postnova und Co mehr selbst im Weg, leisteten sich Fehler und ermöglichten Dänemark beim 10:9 die letzte Führung im Spiel. Die Wurfgewalt der russischen Mannschaft, in der Trefilov viel wechselte, zeigte sich immer mehr, Postnova und Zhilinskayte trafen aus der Distanz zum 10:12. Ein Konter von Kviesgaard brachte noch das 12:12, ehe einmal mehr Liudmila Postnova per Schlagwurf über den Schirm ihrer Kreisläuferin Russland in Front brachte. Im Zweiten Durchgang zerschellte Dänemark schnell an der nun noch aggressiveren russischen Defensive, Line Jörgensen und Camilla Dalby im rechten Rückraum brachten nichts mehr zustande, aus der Mitte kam zu wenig Bewegung und zu wenig Torgefahr, Trine Troelsen war alleine gestellt und leichte Beute für den russischen Block.

Koroleva mit einem wuchtigen Wurf zum 13:16, Louise Mortensen in den Block, Postnova und die Parade von Suslina gegen Troelsen brachten das 13:18 – bereits die Vorentscheidung. Einmal noch war Dänemark beim 20:22 dran, die Fehlerquote war allerdings zu hoch, um ernsthaft zurück ins Spiel finden zu können. Zwei Fehlpässe von Dalby und Khmyrova konterte zum 21:24, da halfen auch einige Paraden von Karin Mortensen nichts mehr. Khmyrova war nun der entscheidende Faktor von der Bank, die junge Rückraumspielerin war gar nicht mehr zu stoppen, verwandelte zum 22:26 gar einen Kempa – die Däninnen scheiterten hingegen nun immer wieder an Suslina. Nach dem Pfostentreffer von Rechtsaußen Kviesgaard traf Dronina zum 22:27, der Traum von Halbfinale war für Dänemark zu Ende.- Mit einer Manndeckung versuchte das Team von Jan Pytlick noch das Unmögliche, aber auch das konnten die Russinnen beantworten.