10.12.2009 14:33 Uhr - Weltmeisterschaft - Frank Härterich - handball-world.com

Norwegen wird dank Haraldsen Gruppensieger

Kathrine Lunde HaraldsenKathrine Lunde Haraldsen
Quelle: Michael Heuberger
In einer spannenden und am Ende hochdramatischen Partie bezwang die Auswahl Norwegens ihren letzten Gruppengegner und größten Widersacher im Kampf um den Gruppensieg in der Vorrundengruppe C mit 25:24. Das Spiel wurde vor allem von den beiden starken Abwehrreihen mit exzellenten Torhüterinnen dahinter und von vielen technischen Fehlern geprägt. Heldin von Suzhou wurde am Ende Katrine Lunde Haraldsen, die während der gesamten Partie überragend hielt.

Zu Beginn des Spiels taten sich beide Mannschaften mit der Abwehrreihe des Gegners äußerst schwer, so erklärte sich auch die hohe Anzahl an technischen Fehlern bis zur 25. Spielminute. Die Rumäninnen legten gut los und nach einer Parade ihrer Besten, Torhüterin Paula Ungureanu, konnten die Südosteuropäerinnen mit 1:0 durch Cristina Neagu in Führung gehen. Doch nach dem 2:1 durch Cristina Varzaru war es erst einmal vorbei mit der rumänischen Herrlichkeit, denn nun schienen die Norwegerinnen aufgewacht und gingen, gestützt auf eine starke Abwehr und eine überragende Katrine Lunde Haraldsen, nun ihrerseits mit 6:4 in Führung.

Mit dieser Führung im Rücken zogen die Nordlichter über 9:6 und 11:9 auf 14:9 nach 27 gespielten Minuten davon. Vor allem Welthandballerin Linn Kristin Riegelhuth zeichnete sich in dieser Phase als eiskalte Torschützin aus, die aus allen Lagen mit traumwandlerischer Sicherheit traf. Das Spiel schien entschieden, doch dann schlichen sich bei den Norwegerinnen technische Fehler ein, es kam ein Bruch ins Spiel und die Rumäninnen konnten durch drei Tore in Folge bis zur Pause auf 14:12 verkürzen. In dieser Phase hielt die starke Cristina Neagu ihre Farben alleine im Spiel.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Doppelschlag der starken Kreisläuferin Marit Malm Frafjord und nach weiteren Paraden von Haraldsen hätte Camilla Herrem auf 17:12 erhöhen können, doch sie scheiterte mit ihrem Heber an der guten Paula Ungreanu, Cristina Neagu verkürzte auf 16:13. Nach einem, von Paula Ungreanu gehaltenen Strafwurf, blies Rumänien dann zur Aufholjagd. Nachdem Georgeta Lecusanu per Strafwurf mit dem 19:20 die erste Führung der Rumäninnen seit dem 1:2 erzielt hatte und Tine Stange für zwei Minuten auf der Strafbank schmoren musste, drohte sich das Blatt zu wenden. Doch die Rumäninnen hatten ihre Rechnung ohne Karoline Dhyre Breivang, Tonje Nøstvold und vor allem Katrine Lunde Haraldsen, die sich am heutigen Tag das Prädikat Weltlasse verdiente, gemacht.

Denn nun lagen die Norwegerinnen vier Minuten vor dem Ende ihrerseits mit 24:21 in Führung. Aber alle Zuschauer die nun davon ausgingen, dass die Norwegerinnen das Spiel über die Zeit bringen würden, sahen sich getäuscht. Nach ein er Auszeit von Radu Voina glich Rumänien durch Carmern Amariei, Ramona Maier und erneut Amariei zum 24:24. Nun stand das Spiel auf Messers Schneide. Eine Minute vor dem Ende fasste sich Tonje Nøstvold ein Herz und erzielte durch drei Abwehrspielerinnen hindurch den umjubelten Siegtreffer für Norwegen. Der letzte Angriff der Rumäninnen zerschellte am massiven Abwehrblock der Wikingerinnen, Haraldsen konnte auch den letzten Wurf von Georegeta Lecusanu entschärfen und wurde so zur Heldin des Tages.