09.12.2009 13:48 Uhr - Weltmeisterschaft - Sandra Pleines

Dänemark beendet brasilianische Träume von der Hauptrunde

Dänemark dominierte die Partie gegen Brasilien, der Favorit konnte sich aber erst Mitte der zweiten Halbzeit entscheidend absetzen und feierte am Ende einen verdienten 28:21-Erfolg. Der vierte Sieg im vierten Spiel bedeutet für den Rekordolympiasieger den endgültigen Einzug in die Hauptrunde, morgen gegen Schweden könnte es aber noch um die Mitnahme wichtiger Punkte in eben diese gehen. Für Brasilien hat sich unterdessen die letzte Hoffnung auf den Einzug in die nächste Runde zerschlagen, da entweder Deutschland oder Frankreich nach dem morgigen direkten Duell mehr als vier Punkte auf der Habenseite haben werden und ein Dreiervergleich mit Schweden und Frankreich oder Schweden und Deutschland aufgrund der Drei-Tore-Niederlage gegen Schweden immer zu Ungunsten der Südamerikanerinnen ausgehen würde.

Aline Rosas und Brasilien sind aus dem Rennen um einen Platz in der HauptrundeAline Rosas und Brasilien sind aus dem Rennen um einen Platz in der Hauptrunde
Quelle: Axel Heimken /IHF
Über zwei Minuten dauerte es, bis das erste Tor dieser Partie fiel – für Dänemark. Dann aber ging es Schlag auf Schlag. Dänemark legte zwei Treffer vor, Brasilien hielt den Anschluss: In der achten Minute glich Aline Rosas zum 4:4 aus. Wieder konnte Dänemark sich mit zwei Treffern absetzen, wieder kam Brasilien heran. Es entwickelte sich ein munteres Spielchen mit hohem Tempo, bei dem Dänemark weniger Fehler machte und sich so Mitte der ersten Halbzeit wieder auf 9:6 absetzte. Brasiliens Trainer Morten Soubak nahm seine Auszeit, im Anschluss traf Aline Rosas per Siebenmeter, die wenig später auch den Anschlußtreffer - nach sehenswerter Vorarbeit von Eduarda Amorim - markierte, diesmal von der Rechtsaußenposition.

Dänemark verlor den Ball in der Offensive, doch Brasilien konnte die Einladung zum Ausgleich nicht nutzen - Dänemark legte weiter vor. Auf beiden Seiten stieg die Fehlerzahl, die ein frühes Davonziehen der Däninnen ebenso verhinderte wie einen möglichen Ausgleich der Südamerikanerinnen. Die klarste Chance dazu hatte Ana Paula Rodriguez, die von der Siebenmeterlinie aber an Karin Mortensen im dänischen Tor. Mortensen war ein sicherer Rückhalt der Däninnen, allerdings waren die Würfe der Brasilianerinnen auch oftmals zu unplatziert und zu drucklos.

Kreisläuferin Lene Lund Nielsen erhöhte in der 26. Minute daher auf 12:9 für Dänemark, doch im nächsten Angriff verpasste sie durch einen Fangfehler die Chance, noch vor der Halbzeit einen komfortablen Vorsprung herauszuwerfen. Dies gelang schließlich Line Jörgensen als Abschluss der zweiten Welle aus dem Rückraum. Brasilien fand kein Mittel gegen die gute dänische Abwehr, auch ließen die Kräfte stark nach. So bekam Dänemark eine Chance nach der anderen und konnte mit einem 14:9-Vorsprung in die Pause gehen.

Nach dem Wechsel erzielte Dänemark gleich zwei schnelle Tore. Jan Pytlick und seine Mannschaft konnten die Sache nun deutlich ruhiger angehen, die Lockerheit war zu sehen. Brasilien spielte sich weiterhin gute Chancen heraus, im Abschluss zeigten sich aber auch im zweiten Abschnitt eklatante Schwächen. Auf der anderen Seite ließen aber auch die Däninnen in der weiterhin temporeichen Partie freie Bälle aus. Das rächte sich, denn Brasilien setzte zum Zwischenspurt an und erzielte vier Treffer in Folge. Bereits in den Spielen zuvor hatten die Südamerikanerinnen in der Schlußphase zusetzen können, die Partie gegen Frankreich gar noch gedreht.

Dänemark ließ sich die Partie aber nicht aus der Hand nehmen, Line Jörgensen erhöhte zum 20:15 und brachte den Favoriten damit wieder auf Kurs. Zwei weitere dänische Treffer nahmen Brasilien den Wind aus den Segeln und als Trine Troelsen zwölf Minuten vor Spielende mit ihrem sechsten Treffer zum 23:16 einnetzte war die Vorentscheidung gefallen. Dänemark konnte die restliche Spielzeit sorglos herunter spielen, feierte am Ende einen auch in der Höhe verdienten 28:21-Erfolg, der vierte Sieg im vierten Spiel machte dabei den Hauptrundeneinzug endgültig perfekt.