16.01.2006 11:29 Uhr - 1. Bundesliga - dpa

Raissa Tichonowitsch vor Comeback in Nürnberg - Zwei Ausfälle beim FHC

Die weißrussische Nationalspielerin Raissa Tichonowitsch gibt nach der Geburt ihrer Tochter Julia am Mittwoch beim Titelverteidiger und Pokalsieger in Nürnberg ihr Comeback für die Handball-Frauen des Frankfurter HC. «Sie wird von Anfang an spielen», versichert FHC-Trainer Thomas Horlyk. Vor zehn Monaten am 19. März hat die Minskerin (87 Länderspiele) zuletzt im Auswärtsspiel in Trier gespielt.

Raissa TichonowitschRaissa Tichonowitsch
Quelle: f-hc.de
Raissa Tichnowitsch spielt seit 1996 in Deutschland und seit dem Jahr 2000 für den FHC. Die 1,65 m große Flügelflitzerin war zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens die mit Abstand erfolgreichste Werferin ihrer Mannschaft und wurde schmerzlich vermisst. Nachdem sie am 24. September, sechs Tage vor ihrem 34. Geburtstag, ihr zweites Kind entbunden hatte, begann die Diplomsportlehrerin am 15. November wieder mit dem Training. Während ihre Mannschaftskolleginnen bis zum 3. Januar in den Urlaub gingen, ackerte sie allein weiter für die Rückkehr.
 
Die Frankfurterinnen, mit 14:10 Punkten Tabellensechster, beklagen zwei Langzeitverletzte. Kreismittelspielerin Louise Simonsen erlitt einen Bandscheibenvorfall und wurde bereits operiert. Mindestens zehn Wochen wird sie fehlen. Die 19 Jahre Rückraumspielerin Monic Burde, zu Saisonbeginn in den Bundesligakader aufrückte, erlitt im Training einen Kreuzbandriss im linken Knie. Für sie ist die Saison damit gelaufen.
 
Trotz dieser Ausfälle will der deutsche Meister von 2004 Vierter werden. Dabei ist der Start gleich hammerhart. Nach dem Spiel in Nürnberg kommt am Sonnabend der Spitzenreiter HC Leipzig zum Ost-Derby in die Brandenburg-Halle (16.00 Uhr).