28.10.2009 00:12 Uhr - 1. Bundesliga - red und PM Leverkusen

Zurück in die Spur – Elfen empfangen Buxtehude zum Duell auf Augenhöhe

Erkältet: Elli GarciaErkältet: Elli Garcia
Quelle: Heinz J- Zaunbrecher
Aufgrund der Europapokalreise zu Olimpija Ljubljana müssen die Elfen bereits morgen Abend (19.30 Uhr) in der Smidt-Arena gegen den Buxtehuder SV antreten. „Es ist ein Duell auf Augenhöhe“, erklärt Renate Wolf im Vorfeld. Der Vorjahresdritte liegt derzeit mit einem Zähler Rückstand zu den Elfen auf dem vierten Platz der Tabelle. „Dirk Leun hat eine gute Mannschaft geformt, die mit hohem Tempo nach vorne spielt“, so Wolf über das Überraschungsteam der letzten Spielzeit.

Der Buxtehuder SV startete personell stark verändert in diese Saison. Mit Nationalspielerin Jana Krause aus Nürnberg im Tor, Svenja Spriesterbach im Rückraum und Friederike Lütz (beide Dortmund) auf dem rechten Flügel wurde der Kader gezielt verstärkt. Hinzu kamen mit Franziska Nikolaus (Rostock) und Jessica Oldenburg (Wismar) zwei hoffnungsvolle Talente, die an die erste Liga herangeführt werden sollen.

Neu in der Mannschaft gegenüber dem Vorjahr ist auch noch Ex-Nationalspielerin Susanne Henze, die im letzten Jahr noch wegen einer Schwangerschaft pausierte. „Sie verleiht dem jungen Kader viel Stabilität“, so Wolf über die routinierte Kraft. Auch im Rückraum sind die Niedersächsinnen stark besetzt. Spielgestalterin Randy Bülau spielte bereits früher in der ersten dänischen Liga und Isabell Klein im rechten, sowie Jana Stapelfeldt im linken Rückraum haben sich bereits in den Fokus von Bundestrainer Rainer Osmann gespielt. Mit Keeperin Debbie Klijn, sowie der Niederländerin Diane Lamein, die auf der Rückraum Mitte und am Kreis spielt, kehren zwei ehemalige Leverkusener Spielerinnen ins Rheinland zurück.

„Taktisch wollen wir variabler werden. Um ähnlich erfolgreich zu sein, müssen wir unsere Kräfte anders aufteilen, die Last auf mehr Schultern verteilen, damit wir Niveau und Tempo konstant hoch halten können. In der Abwehr wollen wir nicht nur offensiv aggressiv verteidigen, sondern auch 6:0 decken. Damit kann man den Gegner vor variablere Aufgaben stellen und ist nicht ganz so kraftraubend wie unsere 5:1-Abwehr. Wir wollen auf eine höhere Leistungsstufe kommen. Aber die Basis für eine erfolgreiche Saison müssen wieder die Attribute sein, die uns ausgezeichnet haben: Kampf, Leidenschaft und Teamgeist von der ersten bis zur letzten Minute“, ließ Trainer Dirk Leun vor der Spielzeit verlautbaren.

In der Auftaktpartie beim VfL Sindelfingen (27:27) verlor man jedoch nicht nur den ersten Zähler, sondern mit Janne Wode eine wichtige Stütze in der Defensive. Die Allrounderin erlitt einen Kreuzbandriss und wird frühestens im neuen Jahr für die Niedersächsinnen auflaufen. Doch der BSV steckte diesen personellen Rückschlag durchaus weg, eilte von Sieg zu Sieg, ehe man mit dem Thüringer HC auf einen Gegner traf, der Wiedergutmachung für die deftige Auswärtsniederlage bei den Elfen sucht und Buxtehude eine deutliche 23:32 Niederlage verpasste.

Am vergangenen Wochenende kehrte das Team von der Este jedoch wieder in die Erfolgsspur zurück. In einer hart umkämpften Partie wurde Susanne Henze beim 21:20 Erfolg über Göppingen zur Matchwinnerin. Die Kreis- und Außenspielerin des BSV sorgte mit einem Doppelschlag zum 21:19 für die Entscheidung in der Partie. In die Erfolgsspur wollen auch die Elfen nach ihrer ersten Saisonniederlage zurückkehren, auch wenn sich Elli Garcia zur Zeit mit einer Erkältung herumplagt.

Beim BSV steht neben den feststehenden Ausfällen von Janne Wode und Jessica Oldenburg auch noch ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Debbie Klijn, die sich weiter mit einer Bindehautentzündung am Auge plagt. „Was die beiden derzeitigen Topteams der Liga vor einer Woche geboten haben, war über weite Strecken Defensivarbeit auf läuferisch und taktisch höchstem Niveau, gepaart mit sehr guten Leistungen der Torhüterinnen“, blickte Dirk Leun in seiner Kolumne im Tageblatt auf die letzte Partie der Elfen zurück. „Buxtehude spielt ähnlich wie der HC Leipzig. Die Zuschauer können sich also auf eine attraktive Partie mit hohen Tempo freuen“, erklärt Renate Wolf abschließend.