28.10.2009 11:00 Uhr - 1. Bundesliga - Uwe Meier - Cellesche Zeitung, red und PM FSG Sulzbach/Leidersbach

Nicole Steinfurth wechselt zu Erstligist SVG Celle

Nicole SteinfurthNicole Steinfurth
Quelle: Christopher Monz
Kreisläuferin Nicole Steinfurth steht ab sofort bei Bundesligist SVG Celle unter Vertrag. Gestern traf der Brief mit dem unterschriebenen Vertrag in Celle ein. Bereits am Sonnabend wird sie mit der Rückennummer 9 mit dem SVG-Team zur Partie gegen DJK/MJC Trier (19.30 Uhr) in die HBG-Halle einlaufen. Mitten in der Saison hat Handball-Erstligist SVG Celle auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Die „Neue“ heißt Nicole Steinfurth und spielte in der vergangenen Saison mit den Rhein-Main-Bienen in der Bundesliga.

Die 21-Jährige, die ihre Wurzeln an der Ostsee hat, entschied sich nach dem Neuanfang der FSG Sulzbach/Leidersbach zunächst dem Verein in der Oberliga Hessen die Treue zu halten. Ein Hauptgrund für ihren Verbleib bei den „Bienen“ war die berufliche Perspektive, die der Verein vom Untermain ihr mit einem Job an einer Schule bieten konnte. Dem Angebot des Bundesligaaufsteigers konnte die Lehramtsstudentin schließlich aber doch nicht widerstehen, womit sie mit sofortiger Wirkung in den Norden wechselt. „Ich freue mich sehr auf die Herausforderung Bundesliga“, sagte die Handballerin, die gelernte Kreismittespielerin ist, zuletzt aber auch auf der Rechtsaußenposition zum Einsatz kam.

Vor 14 Jahren startete die Handball-Karriere von Nicole Steinfurth. Begonnen hatte alles beim SV Warnemünde. 2001 führte der sportliche Weg der 21-Jährigen nach Rostock. Aus dieser Zeit kennt Nicole Steinfurth auch Celles Torhüterin Antje Lenz, mit der sie zusammen in der Jugend aktiv war. In der vergangenen Saison war sie zu den Rhein-Main Bienen in die Bundesliga gewechselt. Steinfurth wird ein Zweitspielrecht erhalten und ist somit weiterhin auch für die FSG Sulzbach/Leidersbach spielberechtigt.

Bienen-Chef Döll und Trainer Jakob sind bzgl. des Steinfurth-Wechsels einer Meinung: „Auch wenn Nicole schon eine Menge an Erfahrungen gesammelt hat, steht sie noch am Anfang ihrer Karriere. Sie ist sportlich sehr ambitioniert, was sie letzte Saison schon gelegentlich aufblitzen ließ. Einer Chance in der höchsten Klasse zu spielen darf man nicht im Wege stehen, deshalb legen wir ihr auch keine Steine in den Weg.“ Gerhard Döll fügte noch an: „Dieses Beispiel zeigt aber erneut, dass nur wenn die Möglichkeit in einer höheren Klasse zu spielen besteht, die Chance für einen Verbleib von Talenten gegeben ist.“

Nicole Steinfurth geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Ich hatte hier beruflich und privat beste Rahmenbedingungen und habe mich in Sulzbach auch immer sehr wohlgefühlt. Sowohl innerhalb der Mannschaft, als auch bei den Fans. Vor allem die Stimmung in der Halle war großartig, selbst wenn wie zuletzt nicht mehr die großen Massen zu den Spielen gekommen sind. Zwar freue ich mich sehr auf die Herausforderung Bundesliga, dennoch hoffe ich, dass ich im Rahmen meines Zweitspielrechtes noch gelegentlich in Sulzbach auflaufen kann und damit meinen Beitrag zum Wiederaufstieg der Bienen leiste.“

„Ich freue mich, dass die Verpflichtung geklappt hat. Wir standen bereits im Sommer mit ihr in Verbindung“, sagte Martin Kahle. „Damals war es allerdings so, dass wir vorrangig eine Rückraumspielerin gesucht hatten.“ Die Meinung hat sich offenbar geändert. Bereits in der vergangene Wochen hatte Steinfurth ein Probetraining absolviert. Den Eindruck, den sie dabei hinterlassen hat, scheint vielversprechend. „Sie wird uns weiterhelfen“, so Kahle, der gegen den VfL Oldenburg auch dank der taktischen Variante mit zwei Kreisspielerinnen zum zweiten Auswärtserfolg der Saison kam.