10.10.2009 20:50 Uhr - 1. Bundesliga - mak

Blomberg siegt in Celle - Wohlbold trifft neunmal

Angeführt von der neunfachen Torschützin Kerstin Wohlbold feierte ProVital Blomberg-Lippe am Ende einen verdienten Auswärtserfolg in Celle. Ein Doppelschlag vor der Pause brachte Blomberg das 15:11, das die Gäste zu Beginn der zweiten Halbzeit auf 20:12 ausbauten. Danach geriet das Team von Andre Fuhr nicht mehr in Gefahr und feierten einen verdienten 27:21-Erfolg. Celle hatte in Renee Verschuren mit 6/4 Toren seine beste Werferin, bleibt aber nach der Niederlage mit weiterhin 2:8 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz. Blomberg schob sich durch den vierten Erfolg im fünften Spiel unterdessen auf den dritten Tabellenplatz.

Es bleibt bei bislang zwei Punkten für Aufsteiger SVG Celle. „Unsere Chancenverwertung war katastrophal“, sagte Celles Trainer Martin Kahle nach der Niederlage gegen Blomberg. Dabei stand die Abwehr noch recht sicher, zu Beginn konnte der SVG beim 4:3 noch auf Augenhöhe spielen. Mit der immer weiter steigenden Zahl an Aussetzern im Angriff kam dann allerdings der Gegner aus Ostwestfalen immer besser klar, vier Treffer in Serie drehten das Spiel. Auch die Besprechungspause von Kahl half nichts, sein Team scheiterte nun immer wieder an den Gäste-Keeperinnen oder an eigenen Unzulänglichkeiten.

Vollends überzeugen konnte aber auch der ambitionierte Gast nicht, Desiree Comans traf drei Minuten vor dem Seitenwechsel zum 11:13 und hielt Celle weiter im Spiel. Danach aber sollte der SVG endgültig einbrechen, in der verbleibenden Zeit bis zur Pause kassierte der Gastgeber durch Urbannek und Seifert noch zwei Treffer, das 11:14 baute Blomberg nach Wiederanpfiff blitzschnell aus.

Als Annamaria Ilyes zum 12:20 einnetzen konnte, war die Partie entschieden, zu lange war Celle gedanklich und physisch aus dem Spiel ausgestiegen. Die Verkrampfung löste sich zwar noch einmal etwas auf, an der schlechten Quote im Angriff änderte sich jedoch nichts mehr. Celles beste Torschützin, Renee Verschuren, verkürzte beim 19:25 (52.) noch einmal und gestaltete so das Ergebnis an genehmer für den SVG, die Gäste schaukelten den Sieg allerdings ohne Probleme über die Zielline und verkrafteten auch noch die Disqualifikation ihrer besten Angreiferin Kerstin Wohlbold, die nach der dritten Zeitstrafe vom Platz musste.