05.10.2009 20:58 Uhr - Champions League - Christian Stein - handball-world.com

Leipzig trifft auf Byasen, Riegelhuth kehrt heim nach Larvik - Die Qualifikationsturniere der Königsklasse im Überblick

Heimkehr nach Larvik: Linn-Kristin Riegelhuth setzte sich mit Kopenhagen durchHeimkehr nach Larvik: Linn-Kristin Riegelhuth setzte sich mit Kopenhagen durch
Quelle: Katja Boll
Die zweite Runde der Qualifikation zur Gruppenphase der Champions League ist vorbei. In den vier Turnieren setzten sich die besten Mannschaften am Ende ohne Punktverlust durch. Es wird skandinavisch, in der Königsklasse, denn mit dem norwegischen Vizemeister Byasen Trondheim, sowie den dänischen Vertretern Aalborg DH und FC Kopenhagen kommen gleich drei weitere Teilnehmer aus dem skandinavischen Sprachraum. Kompletiert wird das Teilnehmerfeld durch Zvezda Zvenigorod. Der Sieger des Jahres 2008 hat im vergangenen Jahr in der russischen Liga lediglich den zweiten Platz belegt und musste deshalb in die Qualifikation. Für die zwölf Verlierer der Qualifikationsrunde ist die Saison auf dem internationalen Parkett vorbei, in der dritten Runde des EHF-Pokals gibt es eine weitere Chance im Kampf um internationale Ehren.

In der Qualifikationsgruppe 1 setzte sich Byasen Trondheim mit drei lockeren Erfolgen über Gastgeber Lublin, dem von Herbert Müller trainierten Team von Rulmentul Brasov, sowie dem italienischen Außenseiter HC Sassari souverän durch. Während die Italienerinnen weitestgehend chancenlos waren, fiel die Entscheidung um den zweiten Platz bereits am ersten Spieltag, wo Gastgeber Lublin dank einer starken Torhüterleistung Brasov mit 30:24 in die Schranken wies. Byasen wird nun in der Königsklasse auf Podravka Vegeta, den HC Leipzig und Titelverteidiger Viborg treffen.

Im zweiten Qualifikationsturnier war Zvezda Zvenigorod allen Konkurrenten weit überlegen. Gastgeber Bratislava konnte ebenso wenig mithalten, wie der niederländische Vertreter VOC Amsterdam. Auch der slowenische Vizemeister, wie Zvenigorod mit zwei Siegen in das Turnier gestartet, hatte deutlich das Nachsehen. Bratislava feierte aber zum Ende des Turniers noch durch den 27:25 Erfolg über Amsterdam einen versöhnlichen Abschied. Für Zvenigorod geht es nun gegen den Vorjahresfinalisten Györ, den rumänischen Meister Oltchim Valcea, sowie dem spanischen Spitzenteam SD Itxako Estella.

In einer anderen Liga spielte auch der FC Kopenhagen in der Qualifikationsgruppe 3. Die von anja Andersen trainierte Mannschaft ließ dem LC Brühl, HC Smart Kriwoj Rog und Ferencvaros Budapest keine Chance und darf nun gegen Dinamo Volgograd, Buducnost Podgorica und Larvik HK spielen. Das Duell gegen den norwegischen Meister ist zugleich die Neuauflage des Finales im Pokal der Pokalsieger im letzten Jahr, wo sich Kopenhagen durchsetzte. Der Schweizer Meister Brühl war im Turnier erwartungsgemäß chancenlos. Ferencvaros sicherte sich mit zwei Siegen den zweiten Turnierplatz vor dem ukrainischen Gastgeber Kriwoj Rog.

In der heimischen Liga noch ohne Sieg und den Abgang von Spielmacherin Johanna Ahlm nach Viborg verkraftend tankte der dänische Vizemeister Aalborg beim vierten Qualifikationsturnier Selbstvertrauen. Mit Siegen über Patras, Milli Piyango und Sagunto eroberte Aalborg den Turniersieg und erwartet nun Duelle mit Hypo Niederösterreich, Krim Ljubljana und HB Metz. Der spanische Vizemeister BM Sagunto, bei dem die deutsche Rückraumspielerin Milica Danilovic spielt, konnte den zweiten Tabellenplatz erobern. Für Gastgeber Patras blieb mit einem Sieg über Milli Piyango immerhin der dritte Platz.