20.09.2009 15:32 Uhr - 2. Bundesliga Süd - PM BSV/cie

Zwickau: Eine gute Viertelstunde reicht zum Auswärtssieg in Ketsch

Claudia Stein und der BSV Sachsen Zwickau behielten in Ketsch die OberhandClaudia Stein und der BSV Sachsen Zwickau behielten in Ketsch die Oberhand
Quelle: Carsten Krüger
Den Bundesligahandballerinnen des BSV Sachsen Zwickau reichte am Samstagabend bei der TSG Ketsch eine Viertelstunde guten Handball, um den Gastgeber in die Knie zu zwingen. Zwischen der 40. und 55. Minute zeigte der BSV eine beherzte Leistung und konnte so aus einem 12:15-Rückstand eine 19:16-Führung herauswerfen. Beste Werferin beim am Ende knappen 25:24-Erfolg war Claudia Stein mit sechs Toren, Carolin Unger und Evelina Kalasauskaite kamen auf je fünf Tore. Bei Ketsch erzielte Julia Barth acht Tore, Sandra Kleinjung kam auf sechs Treffer.

Die ersten vierzig Minuten waren aus Sicht der Zwickauerinnen nur bedingt zufriedenstellend. Die Abwehr stand über große Strecken gut, im Angriff lief aber nicht viel zusammen. Gegen eine bewegliche 3-2-1 Abwehr der Gastgeber verwickelte sich der BSV zu oft in Zweikämpfe, so dass richtiger Spielfluss nicht zustande kam. Und wenn sich die Gäste gute Chancen erarbeitet hatten, wurden diese dann teilweise halbherzig vergeben. Gegen Ende der ersten Halbzeit konnte sich Ketsch dabei dann, auch dank der treffsicheren Julia Barth, von 8:8 auf 12:8 absetzen, bevor Claudia Stein den 12:9-Pausenstand erzielte.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte fanden die Gäste noch nicht die richtigen Mittel, um die Heimmannschaft in wirkliche Bedrängnis zu bringen. Erst als ab der 35. Minute zusehends die Kräfte der Ketscher Bären schwanden, übernahm der BSV mehr und mehr die Initiative. In der Abwehr setzte das Team von Steffen Wohlrab die Gastgeber noch mehr unter Druck, so dass diese jetzt reihenweise einfache Fehler produzierten. Auch im Angriff lief es jetzt besser, zum einen aufgrund einfacher Treffer im Gegenstoß, zum anderen durch die konsequentere Nutzung der sich bietenden Lücken.

Vier Tore in Folge ließen Zwickau beim 16:15 die Führung übernehmen und beim Stand von 19:16 schienen die Gäste eine Viertelstunde vor Spielende auf dem Weg zu einem souveränen Erfolg. Aber selbst das 24:20 sieben Minuten vor Spielende bedeutete noch nicht die Vorentscheidung, denn Ketsch wehrte sich nach Kräften. Löbich und Kleinjung warfen Ketsch wieder auf zwei Tore heran, Stein antwortete mit dem 25:22. Die Partie wurde nun hektischer, Seither traf und als Stein mit einem Strafwurf scheiterte, da bot sich Julia Barth die Chance zum Anschlußtreffer. Doch die achtfache Torschützin scheiterte 55 Sekunden vor Spielende. Zwickau kam zwar noch einmal in Ballgewinn, doch die verbleibenden Sekunden reichten nur noch zum 25:24-Anschlußtreffer.