14.09.2009 12:34 Uhr - 2. Bundesliga Süd - Denise Heinemann - Südkurier

SV Allensbach siegt in Weibern

Entscheidender Treffer: Barbara HarterEntscheidender Treffer: Barbara Harter
Quelle: SV Allensbach
Nadja Zogg, Lena Landenberger, Petra Lauterbach, Laura Denk, Kirsten Watzke, Babsi Harter und Vanessa Beier hießen die sieben Spielerinnen, die für den SV Allensbach die Saison eröffneten. Der TuS Weibern entpuppte sich für sie sogleich als der erwartet starke Gegner und zeigte, warum er als eine der stärksten Mannschaften der Liga gehandelt wird.

Allensbach wirkte zunächst nervös, leistete sich viele Fehler. So lagen die Gäste nach 20 Minuten mit 5:10 zurück. Eine Auszeit und einige Umstellungen von Trainer Oliver Lebherz zeigten Wirkung. „Es war ungemein wichtig, dass wir den Rückstand bis zur Pause auf zwei Tore reduziert hatten. So konnte die Mannschaft weiter an sich glauben“, sagt Lebherz und ergänzt: „Es war ein Spiel mit zwei völlig verschiedenen Halbzeiten.“ Die erste dominierte Weibern, in der zweiten riss Allensbach das Spiel an sich.

In der 35. Minute erhöhte Weibern auf 15:12, doch dies blieb die letzte TuS-Führung in dieser Höhe. Denn nun begann ein zehnminütiger Allensbacher Sturmlauf, in dem es Weibern nicht gelang, auch nur einen Treffer zu erzielen. In der 40. Minute wendete sich das Blatt endgültig, denn nun geschahen drei Dinge, die Lebherz später als Knackpunkte bezeichnen sollte. Zunächst gelang Tanja Noppel das Kunststück in ihren wenigen Sekunden Einsatzzeit, dem Spiel eine entscheidende Wendung zu geben: Beim Stand von 15:14 hielt sie bei ihrer einzigen Aktion einen Siebenmeter. Dann erzielte Nathalie Jänisch den Ausgleich. Zum ersten Mal seit der 13. Minute lief Allensbach keinem Rückstand mehr hinterher. Für die endgültige Wende sorgte dann Barbara Harter mit dem Führungstor. „Dieses Tor war ein richtiger Aha-Effekt. Das hat uns das Spiel gerettet“, beschreibt Lebherz den Umstand, dass sein Team von nun an vor Siegeshunger nur so strotzte: „In diesem Moment ist der Mannschaft erst so richtig bewusst geworden, dass hier ein Sieg möglich ist.“

Bis zum Ende blieb es spannend, fünf Minuten vor Schluss war alles offen - 21:21. Doch Allensbach war seit dem Führungstreffer einfach nicht aufzuhalten. Nathalie Witt und Petra Lauterbach entschieden mit ihren Toren die Partie. Ein Einstand nach Maß und ein ungemein wichtiger Sieg. Einer, der in seiner Art und Weise dafür spricht, dass die Mannschaft Charakter besitzt. Wer in der Fremde einen Fünf-Tore-Rückstand aufholt, der darf schon ein bisschen stolz sein, findet auch Oliver Lebherz: „Weibern zählt für mich zu den absoluten Play-off-Kandidaten. Aber wir haben hier gezeigt: Wir sind auch wer.“