12.06.2009 23:20 Uhr - International - PM ÖHB

Österreich schafft WM-Qualifikation - Rückspielsieg gegen Mazedonien

Steffi Ofenböck gab unter ihrem neuen Namen Subke ein glanzvolles ComebackSteffi Ofenböck gab unter ihrem neuen Namen Subke ein glanzvolles Comeback
Quelle: hagenpress.com
Geschafft! Österreichs Handball-Damen haben sich für die Weltmeisterschaft in China (Dezember) qualifiziert. Die ÖHB-Auswahl fertigte am Freitag in Innsbruck im Playoff-Rückspiel Mazedonien mit 34:25 (17:10) ab und löste nach der 28:32-Niederlage in Skopje schlussendlich souverän das WM-Ticket. Für die rotweißroten Handballerinnen ist es bereits die 19. Teilnahme an einer WM- oder EM-Endrunde in Serie!

Bereits in der fünften Minute hatte die Mannschaft von Trainer Herbert Müller erstmals den Vier-Tore-Rückstand egalisiert und führte mit 4:0. Danach zog sie auf 6:1 davon. Nachdem Mazedonien nochmals auf 6:4 rangekommen war, kam der ÖHB-Express aber so richtig in Fahrt, warf einen Zehn-Torevorsprung heraus (15:5) und ließ auch nach der Pause nichts anbrennen.

Eine beeindruckende Leistung bot dabei Steffi Subke – besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Ofenböck. Obwohl die international erfahrene Österreicherin erst vor rund zwei Monaten ihr zweites Kind zur Welt brachte, steigerte sie sich phasenweise in einen Spielrausch und steuerte sechs Tore zum Sieg bei - und das obwohl sie in der vergangenen Saison bei keinem Verein unter Vertrag stand.

Ebenfalls hervorragend Torfrau Petra Blazek mit einer Quote von 50 Prozent. Blazek: "Wir haben von Anfang an gezeigt, wer den Sieg mehr will und die bessere Mannschaft ist. Wenn wir so weiter arbeiten, wird in China viel möglich sein." Kapitänin Katrin Engel: "Ich bin sprachlos. Wir haben sehr aggressiv begonnen. Wir waren kompakt, jede hat ihre Leistung gebracht!"

ÖHB-Teamchef Herbert Müller strahlte freilich nach der geschafften Qualifikation über das ganze Gesicht: "Ein Riesen-Kompliment für die Mannschaft. Ich bin sehr stolz auf diese Truppe. Wir haben uns die taktischen Antworten in dieser Woche erarbeitet und auf alles, auch auf ihr 5:1 und 4:2-System, eine Antwort gehabt."

Einzelkritik wollte Müller gar nicht üben, so toll habe die gesamte Mannschaft agiert, ob Spiridon, die sich "tot gelaufen" habe, oder Subke, "die so kurz nach der Geburt ihres Kindes gelaufen ist wie zur ihren besten Tagen, alle waren großartig. Der gute Anfang hat uns Sicherheit gegeben. Bei so einer jungen Mannschaft besteht immer die Gefahr, dass sie nicht über das ganze Spiel die nötige Konstanz halten kann, aber die Spielerinnen haben das heute ganz toll hingekriegt!"