20.03.2009 17:22 Uhr - 2. Bundesliga Süd - Denise Heinemann

Woche der Vorentscheidungen: Allensbach ist zu Gast beim punktgleichen BSV Sachsen Zwickau

Petra Lauterbach reist mit dem SVA nach ZwickauPetra Lauterbach reist mit dem SVA nach Zwickau
Quelle: Eibner Pressefoto
"Wir hoffen noch, den vierten Platz erreichen zu können. Und ich glaube fest daran, dass wir das schaffen", sagt der Trainer des heutigen SVA-Gegners Steffen Wohlrab vom BSV Sachsen Zwickau. Aus Allensbach hört man ganz Ähnliches: „Die Mannschaft hat ein Ziel vor Augen und glaubt an sich“, sagt Manager Manfred Lüttin.

Kein Wunder. Schließlich befinden sich die beiden Mannschaften in der gleichen Ausgangsposition. Der Punktestand: 22 Zähler. Das Ziel: die Play-offs. Das Problem: die Konkurrenz. Vier Mannschaften (Ketsch, Allensbach, Zwickau, Weibern) machen sich noch berechtigte Hoffnungen auf den vierten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen für die 1. Bundesliga berechtigt. Um das zu erreichen, muss sich Allensbach also nicht nur möglichst schadlos halten, sondern auch auf einen Ausrutscher von Ketsch, mit 23 Zählern momentan vierter, hoffen. Letzteres kann Allensbach nicht beeinflussen, das eigene Punktekonto jedoch schon.

Bevor wieder nach oben geschaut werden kann, muss sich der SVA heute der Konkurrenz von unten erwehren. Keine leichte Aufgabe, denn der Gastgeber ist der punktgleiche Tabellennachbar BSV Sachsen Zwickau. Eine flexible 6:0-Deckung, ein schnelles Angriffsspiel und ein starkes Kollektiv zeichnen die Zwickauerinnen aus. Beim spannenden 29:27-Sieg des SV Allensbach im Hinspiel waren Emi Uchibayashi und Carolin Unger die auffälligsten BSV-Spielerinnen, beim SVA glänzten besonders Laura Denk und Dagmar Gekeler, die nach ihrer Verletzungspause wieder ins Training zurückgekehrt ist. „In Zwickau zu gewinnen ist nicht leicht. Wir geben die Favoritenrolle gerne ab“, sagt Lüttin.

Nichtsdestotrotz sehe er seine Mannschaft nicht chancenlos, was aber von verschiedenen Faktoren abhänge. Man müsse in der Abwehr schnell ins Spiel finden und eine geduldige Spielweise mit hohem Tempo vereinen. „Nicht von der Hand zu weisen, ist natürlich die Rolle der Schiedsrichter. Von ihren Leistungen wurden wir zuletzt im Osten nicht gerade verwöhnt. Wenn ich sage, Nuancen werden entscheiden, sind solche Faktoren natürlich eingeschlossen“, so der Allensbacher Manager.

Die Formkurve des SVA zeigt jedenfalls in die richtige Richtung: „Unsere Mannschaft ist sehr sehr gut drauf“, sagt Lüttin und fügt hinzu: „Das zweite „sehr“ war Absicht.“ Diese Einschätzung stützt sich auf das in seinen Augen „überragende Heimspiel“ gegen Mainzlar am vergangenen Wochenende. Obwohl auf dem Spielplan dieses Wochenendes gleich drei richtungweisende Spiele stehen, verspürt der Allensbacher Manager keinen Druck. „Es werden nur Vorentscheidungen fallen. Ein Sieg gegen Zwickau wäre zwar ein Riesenschritt Richtung Play-offs, bei einer Niederlage wäre allerdings auch noch nichts entschieden.“