13.03.2009 10:08 Uhr - 1. Bundesliga - PM Österreichischer Handball-Bund (ÖHB) / red

Beate Scheffknecht: "Irgendwie werde ich das schon schaffen."

Beate ScheffknechtBeate Scheffknecht
Quelle: HAGENpress.com
Das "90er"-Juniorinnen-Team des Österreichischen Handball Bundes hat das Turnier in Olmütz vor Tschechien und Bulgarien gewonnen. Nach einem Sieg über die Tschechen und einem Remis gegen Polen behielt Rot-weiß-rot am Samstag gegen Bulgarien mit 27:24 (14:13) die Oberhand. Team-Trainer Martin Matuschkowitz: "Selbst Scheffknechts Ausfall (sie erlitt schon zum Auftakt einen Mittelhandknochenbruch) konnte die Mannschaft tadellos kompensieren. Dieses Turnier war die ideale Vorbereitung auf die EM-Qualifikation (vom 9. bis 11. April in Dornbirn, Anm.). Wir haben hier auch den Zeitablauf nachgestellt." Beate Scheffknecht hofft derweil auf eine schnelle Genesung.

FC Nürnberg-Legionärin Beate Scheffknecht bangt nun um ihren Einsatz beim EM-Qualifikationsturnier des 90er-Nationalteams vom 9. bis 11. April in Dornbirn. Die 18-jährige Aufbauspielerin hatte sich am 5. März beim Auftakt des Vier-Nationen-Turniers in Olmütz einen Mittelhandknochenbruch zugezogen. Im Interview sprach die Vorarlbergerin über ihre Verletzung und ihre Chancen rechtzeitig fit zu werden.

Wie geht es Ihnen nach der Verletzung zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt?

Scheffknecht: Den Umständen entsprechend. Ich bin am Montag in Hohenems operiert worden. Dabei hat sich leider herausgestellt, dass der Bruch komplizierter war als erwartet. Die OP hat dann statt einer halben Stunde zweieinhalb Stunden gedauert. Mir ist noch immer ab und zu schlecht von der Narkose, die wegen der Komplikationen mehrmals verlängert werden musste.

Was bedeutet diese erneute schlechte Nachricht für den Heilungsverlauf?

Scheffknecht: Es wird wohl ziemlich knapp werden bis zur EM-Quali. Ich mache alles, was mir von den Ärzten gesagt wird, um rechtzeitig fit zu werden. Das heißt im Moment vor allem absolute Schonung. In der ersten Woche nach der OP darf ich nicht einmal laufen. Außerdem schlucke ich Enzyme, die die Heilung beschleunigen sollen. Ich habe gehört, dass einige andere Sportler damit ganz tolle Erfahrungen gemacht haben.

Werden Sie das Team auch vor Ort unterstützen, wenn die Hand nicht schnell genug heilt?

Scheffknecht: Ich denke schon, dass ich auch dann vom 1. FC Nürnberg die Freigabe bekomme. Im Moment will ich aber an so einen Fall gar nicht denken. Ich glaube fest daran, dass eine positive Einstellung hilfreich ist. Irgendwie werde ich das schon schaffen, dass ich spiele.

Wie haben ihre Mitspielerinnen auf ihre Verletzung reagiert?

Scheffknecht: Ich habe so viele nette Anrufe, SMS und Emails bekommen. Von den Nationalteam-Kolleginnen waren einige sogar bei mir im Spital. Das tut echt gut, wenn sich alle so um einen kümmern.