16.02.2009 10:45 Uhr - 1. Bundesliga - Christian Stein

Wechsel bei Leverkusen auf dem linken Flügel – Silke Meier geht, Elisabeth Garcia-Almendaris kommt

Die Tinte unter dem Vertrag ist getrocknet. Elisabeth Garcia-Almendaris wird ab der kommenden Saison das Trikot der Elfen tragen. Die 19-jährige Flügelspielerin, die das Handball spielen in ihrer Heimatstadt beim HV Guben erlernte, spielte die letzten acht Jahre bei der TSG Ketsch und führte im Sommer als Mannschaftskapitänin die DHB-Auswahl der Juniorinnen zum Weltmeistertitel. Den Verein verlassen wird hingegen Silke Meier. Die gebürtige Stuttgarterin kehrt in die Heimat zurück und geht in den kommenden zwei Jahren für den VfL Sindelfingen auf Torejagd. „Es war immer mein Wunsch in der Heimat in der 1. Liga spielen zu können“, so die Flügelspielerin.

Elisabeth Garcia-Almendaris bei der Juniorinnen-WMElisabeth Garcia-Almendaris bei der Juniorinnen-WM
Quelle: IHF
Die gebürtige Halbkubanerin Garcia-Almendaris gilt als eines der Toptalente auf dem linken Flügel. Gegenüber dem Fachmagazin HM äußerte sich in der Januarausgabe (01/09) ihr derzeitiger Trainer Eric Abel über das Potential seines Schützlings. „Wenn ihr nicht die Bodenhaftung abhanden kommt, kann Elli die beste Linksaußen werden, die Deutschland in den letzten Jahren gesehen hat“, so der Coach der TSG Ketsch. Angesichts des überzeugenden Auftrittes von Sara Walzik und Mandy Hering bei der letzten Europameisterschaft liegt die Messlatte außergewöhnlich hoch. Garcia-Almendaris selbst übt sich zunächst in Bescheidenheit. „Ich sehe das als Lernjahr und möchte dabei so viel wie möglich lernen.“

Anfang Dezember musste sich Garcia-Almendaris in Heidelberg einer Kreuzband-OP unterziehen. Ein leichtes Ziehen im Knie ließ sie prophylaktisch zum Arzt gehen, der dann die Diagnose stellte. Die Verletzung hatte sich die junge Flügelspielerin bereits vor über einem Jahr zugezogen. Ihre stark ausgebildete Muskulatur ermöglichte die Stabilisierung des Knies und auch die Teilnahme an der WM der Juniorinnen, sowie den Zweitligpartien. Auf 45 Tore kam sie bei ihren 8 Einsätzen in diesem Jahr und bestach dabei vor allem durch ihre Vielseitigkeit. Garcia-Almendaris spielte nicht nur auf der Außenbahn, sondern auch im Rückraum der Badenerinnen.

Trotz der Diagnose absolvierte sie noch vor der Operation drei Ligaspiele für Ketsch und nahm vor der EM in Mazedonien am Lehrgang der Frauennationalmannschaft teil, als sich die Spielerinnen aus Nürnberg und Leipzig noch auf das auszutragende Ligaspiel vorbereiteten. „Sie springt wie eine Feder“, äußerte sich der damalige Bundestrainer Emrich beeindruckt gegenüber dem HM und lobte das Energiebündel als „schnell, technisch versiert und äußerst quirlig.“

Garcia-Almendaris nimmt im Kader den Platz von Silke Meier ein, die im Sommer zum VfL Sindelfingen wechselt. Ich hatte hier zwei tolle Jahre und ich hoffe, dass wir diese Saison noch einen Titelgewinn feiern können. Dafür werde ich bis zum Schluss alles geben. Die Kombination aus Handballspielen in meiner Heimat auf der einen Seite, und die Aussicht auf eine berufliche Perspektive auf der anderen Seite hat mich überzeugt “, so Silke Meier.