11.12.2005 21:02 Uhr - 2. Bundesliga Nord - Ines Langkabel

VfL Oldenburg II erkämpft sich Unentschieden

Alena Vojtiskova und Katrin LoyekAlena Vojtiskova und Katrin Loyek
Quelle: Jack


Birte Barger und Kerstin WagnerBirte Barger und Kerstin Wagner
Quelle:
Mit einem Unentschieden gehen die Handballerinnen des VfL Oldenburg II in die Winterpause. Vor 300 Fans erkämpften sie gegen die SVG Celle ein 35:35 und machten ihren treuen Zuschauern ein vorweihnachtliches Geschenk. Für Oldenburg war Alena Vojtiskova neunmal erfolgreich, für Celle trafen Loyek und Wagner je sechsmal.

Der VfL legte wie ein Wirbelwind los und führte in der sechsten Minute mit 7:3. Aber auch die Gästemannschaft brauchte nicht lange um in die Partie zu finden. Durch schnell gespielte Angriffe holten sie nach und nach auf, so dass es in der zwölften Minute bereits 9:9 stand. Mit ihrem gefürchteten Tempospiel drückte der VfL dieser Begegnung ihren Stempel auf. Doch auch die Spielerinnen aus Celle nutzen ihre Chancen gnadenlos. Besonders schwer hatte es das Oldenburger Team mit Celles Kreisläuferin Kerstin Wagner. Sie war diejenige, welche Oldenburgs Abwehr nie gänzlich in den Griff bekam. Beim Spielstand von 19:18 ging es in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel zeichnete sich das Spiel durch viel Tempo und zahlreiche Angriffsaktionen aus. Ein Trumpf im Ärmel hatte heute jedoch der VfL. Torhüterin Julia Renner hielt stark. Zahlreiche 100-prozentige Chancen der Gegner entschärfte sie und avancierte dadurch zu einer festen Stütze. Aber auch Irena Nürnberg und Alena Vojtiskova glänzten durch schöne Tore aus dem Rückraum. Wie in der ersten Halbzeit konnte sich auch in Halbzeit zwei keine Mannschaft deutlich absetzten. Zwar führte der VfL zwischenzeitlich mit drei Toren, jedoch gelang es den Gästen immer wieder heranzukommen. Celle profitierte in dieser Phase von einigen Unachtsamkeiten im Oldenburger Angriff. Schnell wurden diese technischen Fehler bitter bestraft, denn Celle ließ sich diese Geschenke zum Torerfolg nicht nehmen.

Dramatik pur gab es dann in der Schlussphase. Knapp 15 Sekunden vor dem Ende bekam das Gästeteam einen 7 Meter zugesprochen. Ihre ganze Cleverness nutze Celle, indem sie den Ball bevor sie den Strafwurf antraten ins Feld rollten. Die Schiedsrichter die bis dahin auf beiden Seiten ausgeglichen pfiffen sahen keinen Grund dafür die Uhr anzuhalten. So verliefen kostbare Sekunden, die der VfL vielleicht noch zu einem Angriff hätte nutzen können. Letztendlich verwandelte die SVG Celle den Strafwurf sicher. Ein gerechtes Unentschieden für beide Mannschaften. Mit dieser geschlossenen Mannschaftsleistung, hat das Team von Trainer Markus Stapenhorst gezeigt, dass man sich auch gegen starke Gegner nicht verstecken muss.

VfL Oldenburg - SVG Celle 35 : 35 (19:18)

VfL Oldenburg:
Renner, Eckert
Nürnberg (5), Heeren, Janßen, Bitter (1), Barger (2), Langkabel (3), Everding (6/2), Kethorn (5), Vojtiskova (9), Hess (1), Hilgenberg (3)

SVG Celle:
Körner, Arndt
Memenga (4), Dröge (4), Scholz (2), Duhr (5/1), Loyek (6/2), Wagner (6), Beker (2), Tallqvist (4), Wildhagen (2)

Zuschauer: 300
Siebenmeter: 2/3 : 3/4
Strafminuten: 8 / 10