09.12.2008 04:00 Uhr - Europameisterschaft - PM ÖHB

Petra Blazek: "Jede denkt ans Ausland"

Österreichs Handball-Damen belegten bei der EM in Mazedonien am Ende Platz 15, da Portugal das schlechtere Torverhältnis hatte. Mit diesem Ergebnis zeigte sich Torfrau Petra Blazek naturgemäß nicht unbedingt zufrieden. Im Interview mit Markus Sonderegger sprach die 21-Jährige über ihr erstes Großereignis als Nummer eins, ihre persönlichen Leistung und ihre Zukunft.



Frau Blazek, wie haben Sie das ganze Umfeld bei der EM in Mazedonien erlebt?

Petra Blazek: Das war alles sehr positiv. Hotel und Organisation waren super. Die Matchhalle, der Boden, waren ganz in Ordnung.

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer persönlichen Leistung bei dieser EM? Teamchef Herbert Müller hat Sie ja sehr oft lobend erwähnt.

Petra Blazek: Mit meiner persönlichen Leistung bin ich schon zufrieden. Es war ja mein erstes Großereignis, bei dem ich so viel Einsatzzeit erhalten habe. Früher waren es eher Kurzeinsätze, da die Natascha Rusnachenko ja noch im Team war. Im Allgemeinen bin ich nicht ganz zufrieden, da wir meiner Meinung nach besser abschneiden hätten können. Vor allem im letzten Spiel gegen Weißrussland. Da waren wir zur Pause zwei Tore hinten, hätten aber die Chance gehabt, zu gewinnen.

Was fehlt der österreichischen Mannschaft noch zur europäischen Spitze?

Petra Blazek: Wir sind noch jung und unerfahren und haben noch keine wirklich routinierte Leistungsträgerin, die uns herausreißen kann, wenn wir im Rückstand sind. Eine, die den Ton angibt, wenn es nicht so gut läuft.

Wie sieht Ihre weitere Zukunft aus? Wollen Sie ins Ausland oder bleiben Sie bei Hypo NÖ?

Petra Blazek: Solange mein Vertrag mit Hypo (bis 2010, Anm.) läuft, werde ich ihn erfüllen. Aber natürlich denkt man auch ans Ausland. Jede Spielerin denkt so, glaube ich. Vor allem wenn man sieht, dass andere Ligen stärker sind als die österreichische.


Petra Blazek
Foto: www.HAGENpress.com