05.10.2008 16:01 Uhr - DHB-Pokal - Markus Rensinghoff - WAZ

Knappe Sache - Recklinghausen übersteht Pokalhürde Geldern/Nidda

Zwei Stunden Fahrt, ein engagierter Gegner, der vor 200 Zuschauern im Rahmen seiner Möglichkeiten alles gab. Das Spiel der zweiten Runde im Pokal des Deutschen Handball Bundes brachte für den Zweitligisten PSV Recklinghausen das erhoffte Ergebnis. Mit 28:24 (17:10) setzte sich das Team von Trainer Kai Harbach beim hessischen Oberligisten HSG Geldern/Nidda durch, hatte dabei aber mehr Probleme als erwartet.

Bei der Auslosung am Mittwoch in Hildesheim hoffen die Recklinghausenerinnen nun auf ein interessantes Spiel gegen einen Erstligisten. "Schön", fände das Harbach, blickt aber bereits auf das nächste Spiel in der Meisterschaft. Da geht es zum TSV Travemünde und der Trainer weiß, dass sich sein Team im Vergleich zum Pokalspiel deutlich steigern muss, um in der Liga weiterhin ungeschlagen zu bleiben. "Ab Dienstag geben wir im Training wieder Vollgas."

Mit der ersten Hälfte gegen Geldern war er zufrieden. Mit der zweiten nicht. "Da haben wir so viele Fehler gemacht, wie bislang in allen drei Meisterschaftsspielen zusammen nicht. Dadurch ist Geldern wieder ins Spiel gekommen und das Spiel war knapper, als es hätte sein müssen. Typisch Pokal eben." Nach dem letzten Liga-Spiel, als sein Team gegen Celle, eins der Topteams der Liga, vollauf überzeugte und knapp vor dem Sieg stand, nahm er das Pokalspiel und seinen Verlauf als Dämpfer zur rechten Zeit. "Jetzt sind wir wieder etwas runter gekommen."

Am Ende aber durfte sich die junge Torfrau Eva Reiner freuen, dass ihr der erste Sieg mit ihrem neuen Team gelang. Kirsten Lübbert hatte die Fahrt nicht mitangetreten, Harbach schonte Schultz. Somit kam Reiner zu ihrem ersten Pflichtspieleinsatz über die volle Distanz.

PSV Recklinghausen:
Schultz (n.e), Reiner
Wellsow (3), Reinhart (6/2), Hannemann (6/1), Weber (3/1), Pieper (3), Faeseke (2), Brandes (3), Wolf (2), Claus (n.e)