05.10.2008 18:53 Uhr - 1. Bundesliga - Christian Stein

Leverkusen kehrt in die Erfolgsspur zurück - 34:24 Erfolg über Buxtehude

Schwer zu überwinden: Clara WolteringSchwer zu überwinden: Clara Woltering
Quelle: Michael Heuberger
Die zweite Heimpremiere der Elfen ist geglückt. Im Sportzentrum Ophoven siegte die Mannschaft gegen den Buxtehuder SV nach einer herausragenden zweiten Halbzeit klar mit 34:24 (16:14). Beste Torschützin bei den Elfen, die als Mannschaft überzeugten, war Yvonne Fillgert (12/4). Die Gäste hatten in Anja Neumann und Lone Fischer (je 5) ihre besten Werferinnen.

Die Elfen zeigten von Anfang an die notwendige Aggressivität in der Deckung und zwangen die Gäste aus Buxtehude teilweise zu Abschlüssen aus schlechten Wurfpositionen, die Clara Woltering oft entschärfen konnte. Trainerin Renate Wolf überraschte mit Anna Loerper im rechten Rückraum und der Überraschungseffekt zahlte sich in den ersten Minuten aus. Die Nationalspielerin stieß mehrmals in die Lücken der BSV-Abwehr und die Elfen konnten sich eine zwei Tore Führung erspielen.

Buxtehude ließ sich aber nicht abschütteln und hielt in der Deckung mit gleicher Vehemenz dagegen. Die erste Gegenstoßchance konnte dann Anja Neumann zum 4:4 Ausgleich nutzen. Beide Mannschaften agierten zeitweise etwas nervös, so dass die Führung immer wieder hin und her wechselte. Auf mehr als zwei Tore konnte sich jedoch keine der beiden Mannschaften absetzen.

Zweieinhalb Minuten vor dem Seitenwechsel (14:14) nahm Renate Wolf dann ihre Auszeit und schwor das Team auf die Schlussphase des ersten Durchgangs ein. Die Elfen erkämpften sich beinahe noch eine drei Tore Pausenführung, doch der nach einem Einwurf von Fillgert durch Loerper verwandelte Kempatrick kam ein wenig zu spät und zählte nicht mehr. So wurden beim Stand von 16:14 die Seiten gewechselt.

Die erste drei Tore Führung stellte dann Yvonne Fillgert vom Kreis her, nachdem Lyn Byl zuvor noch vom rechten Flügel an der gut aufgelegten Debbie Klijn gescheitert war, aber Anne Müller den Abpraller sich angeln konnte. Aber auch Clara Woltering, sowie die für einen Strafwurf eingewechselte Lena Knipprath zeigten sich in Topform und hatten ihren Anteil daran, dass sich die Elfen bis auf 20:14 (37.) absetzen konnten und Dirk Leun zu einer frühen Auszeit gezwungen wurde.

Mami Tanaka löste nun Klijn im Gästetor ab, doch vorne wurden die Gäste weiterhin zu Fehlern gezwungen, so dass der Vorsprung der Elfen, die nun ihr gefürchtetes Tempospiel zeigen konnten, weiter wuchs. Erst in der 43. Minute erzielte Anja Neumann den ersten BSV-Treffer zum 25:15. Buxtehude agierte nun mit einer 5:1 Abwehr, indem Kaja Schmäschke die Rolle des Indianers vor der Deckung übernahm.

Aber auch diese taktische Maßnahme brachte die Elfen nicht mehr von der Erfolgsspur ab. Die Elfen spielten sich in einen Rausch und bauten die Führung weiter aus. Zehn Minuten vor dem Abpfiff stellte Yvonne Fillgert mit ihrem zwölften und letzten Treffer einen Vorsprung von dreizehn Toren (29:16) her. Erst durch die nun vielen personellen Wechsel kam ein kleiner Bruch ins Spiel der Elfen, die am Ende dennoch auch in der Höhe verdient die Partie mit 34:24 gewannen.

Stimmen zum Spiel:

Dirk Leun (Trainer Buxtehude): Leverkusen war aggressiver in den Zweikämpfen und hatte heute einfach den größeren Willen, um Tore zu erzielen. Wir haben in der zweiten Halbzeit eine katastrophale Offensivleistung gezeigt. Leverkusen war einfach mental besser. Wir hatten eine Phase, in der wir unkonzentriert agiert haben, und das darf man sich hier einfach nicht leisten.

Renate Wolf (Trainerin Leverkusen): Es war klar, dass wir hier heute ein entscheidendes Spiel haben würden. Für uns ist es ungewohnt, dort unten zu stehen und deshalb war es wichtig über den Kampf ins Spiel zu kommen. Im ersten Durchgang haben wir uns noch zu viele Fehler geleistet. In der zweiten Hälfte wurde jedoch noch mehr gekämpft, obwohl einige Spielerinnen schon richtig erschöpft waren. Wir haben heute im Gegensatz zu den letzten Partien dann auch die klaren Chancen genutzt.