28.09.2008 21:47 Uhr - 2. Bundesliga Nord - cie/PM TSV Travemünde

Everding führt Greven zu Sieg gegen Travemünde

Nach acht Toren gegen Celle und sieben gegen Halle legte Sarah Everding heute im Heimspiel des SC Greven 09 gegen den TSV Travemünde gleich elf Tore nach und war damit eine der Garanten für den ersten Saisonerfolg der Grevenerinnen, die damit in die Saison zu finden scheinen. Travemünde rutschte nach der dritten Niederlage in Folge unterlos an das Tabellenende.

Sarah EverdingSarah Everding
Quelle: Heiner Lehmann/sportseye.de
Die Gäste hatten unter der Woche unter einer Grippewelle gelitten, mit Schmidt, Markmann, Duhr, Cramer, Manthe, Junk fehlte unter der Woche teilweise der halbe Kader beim Training. "Eine vernünftige Vorbereitung war eigentlich nur am Donnerstag möglich, da wird es natürlich ganz schwer in Greven zu bestehen", sagte Trainer Andreas Juhra bereits vor dem Spiel. Und seine Vorahnung sollte ihn nicht täuschen. Zwar begann die Mannschaft konzentriert und engagiert, baute aber bereits in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit ab.

Bei der 4:3-Führung für Travemünde (5.) durch Anja Kröhnert atmeten alle Spielerinnen erst mal durch. Endlich mal ein Spiel, wo der Start nicht verschlafen wurde. Zwar übernahmen die Gastgeberinnen sofort wieder das Kommando, aber Travemünde blieb bis zum 7:9 (15.) dran. Danach aber spielte vor allem Greven, die Gastgeberinnen standen sicher in der Deckung und nutzten jede Chance zu einfachen Treffern im Gegenstoß: Überhastete Abschlüsse und falsche individuelle Entscheidungen der Gäste boten Greven dafür zahlreiche Möglichkeiten. Und Travemünde ließ bei den Versuchen die Gegenstöße zu verteidigen, Kraft. Greven merkte dies früh und spielte kompromisslos weiter die Karte Tempo, bereits zum Seitenwechsel setzten sich die Gastgeberinnen so auf 21:13 ab.

Nach dem Wiederanpfiff konnten die Raubmöwen ihr Vorhaben nicht mehr umsetzen, trotz des Acht-Tore-Rückstands noch einmal ins Spiel zu finden. "Sicher spielt die Grippewelle unter der Woche eine entscheidende Rolle, dennoch bin ich über das Auftreten der Mannschaft heute mehr als enttäuscht", sagte Trainer Juhra nach dem Spiel. Weiter fügte er hinzu: "Wir sind zeitweise einfach zu kompliziert in den Angriffsaktion, lassen oft den Zug zum Tor vermissen und setzen viel zu selten unsere eigenen Waffen ein. In der Abwehr waren wir zudem erneut zu passiv und viel zu statisch, eine Sache, die wir eigentlich dachten, abgelegt zu haben. Das Rückzugsverhalten war zudem schlecht, führe ich aber auf unsere Schwächung zurück. Dennoch wird es unter der Woche ein paar klare Worte an die Mannschaft geben. Wir müssen anfangen uns endlich auf die Sache an sich zu konzentrieren".

Bis dahin wollen die "Raubmöwen" eine Schippe drauf legen. "Wir lassen uns nicht umhauen. Wir hatten zuletzt zwei Topfavoriten als Gegner, dass darf man nicht vergessen. Dennoch müssen wir jetzt noch eine Schippe drauf legen, denn am nächsten Spieltag wartet mit Recklinghausen der nächste Brocken." Dann aber zu Hause am Steenkamp. Dazwischen liegt noch der DHB-Pokal, der die "Raubmöwen" zum SV Werder Bremen führt.