07.09.2008 18:38 Uhr - 1. Bundesliga - Matthias Braun - f-hc.de

Frankfurter HC gewinnt zum Saison-Auftakt gegen Blomberg

Franziska Mietzner war kaum zu stoppenFranziska Mietzner war kaum zu stoppen
Quelle: Jürgen Pfliegensdörfer
Der Frankfurter HC kam gut aus den Startlöchern und gewann seine Auftakt-Partei in der Bundesliga der Frauen. Die Frankfurterinnen bezwangen am Sonntag vor 1.118 zahlenden Zuschauern Pro Vital Blomberg-Lippe mit 30:24 (12:9), konnten den Sieg endgültig aber erst mit einem entschlossenen Endspurt und sieben Toren in Folge sicher stellen.

Vor 1.118 Zuschauern in der Brandenburghalle lag der Vorjahresvierte zwar nach fünf Minuten mit 1:3 zurück, nach dem 6:7 in der 15. Minute ging es aber stetig bergauf. "Das war ein typisches Auftaktspiel mit vielen technischen Fehlern und Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten", analysierten die Trainer Dietmar Schmidt (FHC) und Andre Fuhr (Blomberg) nach dem Spiel unisono auf der Pressekonferenz.

Dabei hatten die Oderstädterinnen vor allem am Anfang größere Probleme, in die Partie zu finden. Nach einer Viertelstunde kamen sie jedoch über den Kampf zurück und wendeten das Blatt mit vier Toren in Folge von 6:7 (15.) auf 10:7 (21.). Auffallend gut waren dabei besonders die starken Torhüter-Leistungen auf beiden Seiten. Natalie Hagel ließ die FHC-Angreiferinnen ein ums andere Mal verzweifeln, aber Neuzugang Melanie Herrmann im Tor der Oderstädterinnen stand ihr gegen ihren ehemaligen Verein in nichts nach.

Nach dem Wechsel sahen die Frankfurterinnen, die ihre Führung mit erfolgreichem Tempospiel auf 18:14 (39.) ausgebaut hatten, bereits wie der sichere Sieger aus. Doch einige Unkonzentriertheiten im Angriffsspiel und eine mangelhafte Trefferquote aus dem Rückraum kosteten die Führung binnen weniger Minuten (18:18/43.). Besonders die Rumänin Annamaria Ilyes auf Seiten der Gäste war in dieser Phase von der FHC-Abwehr nicht zu stellen. "Wenn man seine Chancen nicht verwertet, baut man den Gegner wieder auf", erkannte auch Trainer Dietmar Schmidt.

Die FHC-Frauen besannen sich aber in der Schlussphase eines Besseren. Gestützt auf eine solide Abwehr-Leistung, die den Blomberger Rückraum-Schützen kaum noch Entfaltungsmöglichkeiten bot, steigerten sich die Gastgeberinnen und zogen von 21:21 (49.) mit sechs Treffern hintereinander vorentscheidend auf 27:21 (57.) davon. "Da waren wir im Rückraum zu schwach", resümierte Blombergs Trainer Andre Fuhr. "Der Sieg für Frankfurt geht in Ordnung." Dietmar Schmidt sagte: "Natürlich war die Erwartungshaltung vor diesem Spiel sehr hoch und zwischenzeitlich wirkten wir doch sehr verunsichert. Aber da hat uns Melli (Anm. d. Red.: Melanie Herrmann) im Spiel gehalten", lobte der Trainer zu Recht seinen erst 19-Jährigen Neuzugang im Tor. "Als unser Wurfbild gegen Natalie Hagel dann wieder gestimmt hat, lief es besser."