06.09.2008 02:00 Uhr - 1. Bundesliga - Christian Stein

Leverkusen zum Auftakt nach Dortmund - BVB ohne Porvaznikova

Stephanie Glathe lief letzte Saison noch in Schwarz-Gelb aufStephanie Glathe lief letzte Saison noch in Schwarz-Gelb auf
Quelle: Michael Heuberger
Mit einem Auswärtsspiel in Dortmund beginnt am Samstag um 19 Uhr für die Mannschaft des TSV Bayer 04 Leverkusen die neue Handballsaison in der Frauenhandballbundesliga. Bis auf Nationalspielerin Anne Müller, die wegen eines Fingerbruchs pausieren muss, werden alle weiteren vierzehn Spielerinnen die Reise zu den Westfälinnen antreten. Am Kreis liegt somit die Hauptlast bei Lyn Byl, während Renate Wolf auf allen weiteren Positionen über ausreichend Alternativen verfügt.

Der BVB kehrt nach nur einer Spielzeit im Unterhaus in die erste Liga zurück. Von der Mannschaft, die damals den Klassenerhalt denkbar knapp verpasste, sind jedoch nur noch vier Spielerinnen übrig, nämlich Rechtsaußen Friederike Lütz und die Rückraumspielerinnen Fiedel, Spriesterbach und Porvaznikova. Dortmund hat viel investiert, um am Ende der Saison den Klassenerhalt feiern zu können.

Vom Team Esbjerg aus der ersten dänischen Liga kamen unter anderem Torhüterin Therese Brorsson und Rückraumspielerin Carin Larsen, aber auch die Niederländerinnen Roelofs, Cocx und Karsten stellten im Vorjahr schon bei verschiedenen Erstligisten ihre Bundesligatauglichkeit unter Beweis. Zudem gibt es für die Elfen ein Wiedersehen mit Gesine Paulus, die sich nach der letzten Saison ebenfalls den Westfälinnen anschloss.

„Ich hoffe, dass sich die Mannschaft nach dem anstrengenden Trainingslager gut erholt hat“, so Trainerin Renate Wolf, die ihr Team gut vorbereitet sieht. „Natürlich ist es für die anderen Teams, die mehr Zeit zum Einspielen hatten, ein Vorteil, aber wir wollen natürlich mit einem guten Auftaktergebnis zurückkehren“, so Wolf weiter. Clara Woltering, die in den letzten Testspielen noch nicht mitwirken konnte, ist wieder ins Training eingestiegen und hat einen guten Eindruck hinterlassen.

Für Elfen-Neuzugang Stephanie Glathe, die als Allrounderin auch ihren Anteil daran hatte, dass die Borussinnen in die Beletage zurückkehrten, ist die Partie von besonderer Bedeutung. „Es ist ja noch gar nicht so lange her, dass ich mich auf der anderen Seite warmgelaufen habe. Natürlich möchte man gerade gegen seinen alten Verein zeigen, was man kann“, so Glathe, die ergänzt: „Es ist eine Partie gegen Spielerinnen, die ich in meiner Zeit natürlich auch liebgewonnen habe, aber da muss die Freundschaft für diese Zeit einfach mal ruhen.“ Neben Glathe werden auch Natasa Kocevska und Claudia Schückler ihre Pflichtspielpremiere im Elfendress feiern.

Wie die Gäste auf Leverkusen, so muss auch der BVB mit Rechtsaußen Annika Busch, die sich beim Turnier in Oldenburg am Knie verletzte, lediglich auf eine Spielerin verzichten. Einsatzbereit meldeten sich hingegen die beiden Torhüterinnen Therese Brorsson, die beim Wunderhornturnier eine Zerrung mit Bluterguss im Oberschenkel erlitt, und Inge Roelofs, der eine Zerrung im Rückenbereich zu schaffen macht.

Dass der BVB nicht zu unterschätzen ist, haben die guten Ergebnisse in der Vorbereitung, wie der Sieg beim HAKO-Cup oder der zweite Platz beim hochklassig besetzten Robert-Schumann-Turnier um das Oldenburger Wunderhorn gezeigt, wo man die etablierten Erstligisten aus Buxtehude und Oldenburg hinter sich ließ und Zuzana Porvaznikova als beste Spielerin des Turniers ausgezeichnet. Die Slowakin plagen allerdings schon seit längerer Zeit Rückenprobleme. Gestern kam dann das Aus von der medizinischen Abteilung. Wie lange die Rückraumspielerin dem BVB fehlen wird steht hingegen noch nicht fest. „Wir müssen aufpassen, doch wir gehen mit einer positiven Einstellung in diese Partie. Das Spiel wird schwer genug“, so Wolf abschließend.