22.08.2008 08:00 Uhr - 1. Bundesliga - Timo Kunkel

Raissa Tichonowitsch arbeitet an Comeback

Raissa Tichonowitsch arbeitet am ComebackRaissa Tichonowitsch arbeitet am Comeback
Quelle: Krech
Dass Raissa Tichonowitsch kämpfen kann, hat sie schon oft bewiesen. Nicht zum ersten Mal fällt sie für längere Zeit aus. Sei es wegen der Geburt ihrer beiden Töchter Anna und Julia, oder aufgrund von Verletzungen. Bis jetzt hat sie immer wieder erfolgreich den Sprung zurück aufs Handballparkett geschafft. Auch nach ihrem Kreuzbandriss, den sie sich im Juli zugezogen hat, arbeitet sie wieder akribisch an ihrem Comeback.

Dabei muss die ehemalige weißrussische Nationalspielerin früh aufstehen, um pünktlich zu ihren Trainingseinheiten zu kommen. Bereits morgens um acht Uhr beginnt ihre Einheit im Olympia-Stützpunkt Frankfurt am Main, wo sie eineinhalb Stunden im Schwimmbecken bei Aqua-Jogging und anderen Übungen verbringt.

Danach geht es direkt weiter nach Offenbach zum ambulanten Reha- Zentrum für Leistungssportler „Sporeg“. Hier ist Tichonowitsch unter anderem in Gesellschaft von Basketball-Nationalspieler Kirsten Zöllner von den Frankfurt Skyliners und zwei Profi-Kickern von Eintracht Frankfurt. Neben Massage, Akupunktur und sonstigen Behandlungen, spult Tichonowitsch dort unter Anleitung eines Trainers auch ihr Kraft- und Aufbautraining im Fitnesszentrum ab. Bis täglich 14 Uhr muss sie dort verweilen, um ein erneutes erfolgreiches Comeback so früh wie möglich zu erreichen.

Zuhause angekommen ist sie dann erstmal wieder „nur“ Mama für ihre beiden Kinder. Abends steht dann oft noch ein Besuch ihrer Mitspielerinnen in der Trainingshalle auf dem Programm. „Der Dialog mit der Mannschaft darf nicht verloren gehen.“, meint die Weißrussin. „Und nur bei den Spielzügen zuzuschauen hilft mir schon viel, sobald ich wieder ins Mannschaftstraining zurückkehre.“, so Tichonowitsch weiter. Die wichtigste Aussage für die Fans ist allerdings ihr Versprechen, dass sie schon bald wieder auf dem Bundesliga-Parkett zu sehen sein wird.