31.07.2008 23:35 Uhr - Jugend/Juniorinnen - hbvf.de

Deutsche Juniorinnen jubeln trotz Niederlage über Halbfinaleinzug

Janine Urbannek erzielte acht TrefferJanine Urbannek erzielte acht Treffer
Quelle: Michael Heuberger
Enger hätte der Halbfinaleinzug nicht erfolgen können. Nach dem vergebenen Neun-Tore-Vorsprung gegen Montenegro schien das Halbfinale nur durch einen Sieg über Europameister Dänemark erreichbar, doch dieser wurde heute beim 24:25 (14:12) knapp verfehlt. Aber die deutschen Juniorinnen durften dennoch jubeln, denn Ungarn siegte mit 34:33 gegen Montenegro, das bei fünf Pluspunkten blieb, und hatte wie die deutsche Auswahl 6:4 Punkte, doch für Deutschland sprach aufgrund des 35:21-Kantersiegs über Ungarn der direkte Vergleich. Im Halbfinale wartet nun Spanien, Dänemark trifft auf Südkorea.

Obwohl durch den nicht unerwarteten Sieg Ungarns gegen Montenegro etwas die Luft aus dem Spiel heraus war, wollten doch beide Teams von Anfang an beweisen, dass sie auch zu Recht ins Halbfinale einziehen. Trainer Dirk Leun hatte seine Mannschaft gründlich auf die Begegnung vorbereitet, und die Devise ausgegeben, aus einer konzentrierten Deckung heraus die Angriffe sicher zu spielen und keinesfalls das Tempospiel der Däninnen mitzugehen. Und die Mannschaft setzte dieses Konzept auch weitestgehend um.

Die Anfangsminuten gehörten zwar zunächst den Skandinavierinnen, die mit 0:2 in Führung gehen konnten, aber die deutsche Mannschaft hielt mit allen Mitteln dagegen. Trotzdem stand es nach etwa sieben Minuten aus Sicht der deutschen Spielerinnen 3:6. Doch in der Folge konnte im Angriff der Druck noch erhöht werden, so dass das Spiel nach vierzehn Minuten beim 6:6 wieder ausgeglichen war. Danach konnten insbesondere Janine Urbannek und Nadja Nadgornaja die Akzente setzen, so dass das deutsche Team nach zwanzig Minuten sogar mit 10:7 in Führung lag. In der Schlussphase der ersten Halbzeit entwickelte sich dann ein verbissen geführter Kampf, dessen erste Halbzeit mit einem 14:12 zugunsten der deutschen Mannschaft ausging.

Nach der Pause erhöhte der amtierende Europameister den Druck und konnte nach vier Toren in Folge mit 14:16 in Führung gehen. Im Gegensatz zum Spiel gegen Montenegro ließ sich die deutsche Mannschaft aber nicht hängen, sondern kämpfte aufopferungsvoll, wobei im Angriff immer wieder Janine Urbannek vom Kreis ihre Chancen nutzte. Lohn der Mühen war dann Mitte der zweiten Halbzeit wieder eine 20:18 Führung. Diese wurde auch bis zum 22:20 mit allen Möglichkeiten verteidigt.

Danach waren aber die Däninnen wieder am Drücker und konnten sieben Minuten vor Schluss zum 23:23 ausgleichen. Als die deutschen Spielerinnen dann zwei Großchancen nicht verwandeln konnten, schaffte es die dänische Mannschaft, sich nach 57 Minuten wieder mit 23:25 in Führung zu bringen. Trotz aller Anstrengungen der deutschen Spielerinnen reichte es am Ende nur noch zu einer Ergebniskorrektur (24:25). Allerdings waren sich am Schluss alle einig, dass die Mannschaft nach großem Kampf etwas unglücklich verloren hat. Ein Unentschieden wäre dem gesamten Spielverlauf vielleicht besser gerecht geworden.

Die deutschen Damen stehen nun am Samstag um 21:00 im Halbfinale gegen Spanien. Damit ist dies das zweite Mal, dass eine deutsche Juniorinnen Mannschaft in den Endspielen einer WM steht. 2001 schaffte man letztlich eine Bronzemedaille. Die jetzt spielende Mannschaft will jedoch alles dransetzen, dieses Ergebnis zu überbieten. Als Anerkennung für die bisherigen Auftritte ist die Mannschaft im Übrigen am Freitag um 11:00 Uhr in der Deutschen Botschaft in Skopje zu einem Empfang geladen.

Deutschland – Dänemark 24 : 25 (14:12)

Deutschland:
Monz, Herrmann
Zapf, Nadgornaja (6/1), Müller (3), Mietzner, Fischer, Schulz (1), Eickhoff (2), Wenzl, Garcia-Almendaris, Gubernatis (2), Naidzinavicius (2), Urbannek (8)

Dänemark:
Toft, Skov Mirup
Boesen, Winther Møller (3), Andersen (2), Augustesen (4), Thorsgard (5), Nyegaard (1), Mathiasen, Rasmussen, Dalby (7/1), Kelsa (1), Kristiansen (2), Bruun Ostergaard