23.07.2008 10:01 Uhr - Jugend/Juniorinnen - red und PM DHB

DHB-Juniorinnen erarbeiten sich mit zwei Siegen gute Ausgangsposition bei WM

Die Jüngste im DHB-Team: Kim Naidzinavicius.Die Jüngste im DHB-Team: Kim Naidzinavicius.
Quelle: Michael Heuberger
Erfolgreich sind die DHB-Juniorinnen in die Weltmeisterschaft gestartet. In der mazedonischen Hauptstadt Skopje, in der übrigens im Dezember auch die Endrunde der Frauen-EM stattfinden wird, ist die Mannschaft der DHB-Trainer Dirk Leun und Monika Ludmilova mit Siegen gegen Slowenien und den zweifachen Weltmeister Rumänien gestartet. Kim Naidzinavicius von der HSG Bensheim Auerbach, die Jüngste im DHB-Tross, überzeugte mit insgesamt sieben Toren. Bereits am Donnerstag kann das Team mit einem Sieg gegen Island die Hauptrunde erreichen, am Samstag (ebenfalls 19 Uhr) warten noch die Ungarinnen.

Bereits am Montagabend setzten sich die DHB-Juniorinnen gegen Slowenien mit 29:26 (15:13) durch. Vor lediglich 100 Zuschauern erwischte das DHB-Team einen sehr guten Start und führte bereits nach sechs Minuten mit 6:2. Slowenien spielte sich jedoch bis zum 15:16 in der 32. Minute immer wieder heran. Mit sechs Toren in Folge warfen Nadja Nadgornaja, Marlene Zapf (je zwei) sowie Evelyn Schulz und Franziska Mietzner zu Beginn der zweiten Halbzeit ein wertvolles Polster heraus. Denn in der wechselhaften Schlussphase verkürzte Slowenien einen 21:28-Rückstand noch auf 26:28. Elisabeth Garcia-Almendaris beseitigte in der letzten Minuten alle Zweifel am Erfolg.

Am gestrigen Dienstag gelang der Mannschaft eine überzeugende Vorstellung gegen den zweimaligen Weltmeister Rumänien. Mit einem deutlichen 38:30 (15:17)-Erfolg brachten sich die deutschen Talente der Jahrgänge 1988 und jünger im Kampf um den Einzug in die Hauptrunde in eine hervorragende Position. Rumänien zeigte von Beginn an seine Stärke, das konsequente Stoßen in die Deckung durch alle Rückraumspielerinnen und konnte auch mit 2:0 in Führung gehen. Doch das Team von Dirk Leun und Monika Ludmilova ließ sich davon nicht beeindrucken und schaffte so nicht nur den Ausgleich, sondern es gelang Mitte der ersten Halbzeit selbst mit vier Toren davon zu ziehen. Unkonzentrierte Abschlüsse ( es wurden insgesamt fünf hundertprozentige Chancen in Serie vergeben) brachten die Rumäninnen jedoch nicht nur wieder ins Spiel zurück, sondern beim 17:12 nach etwa 25 Minuten schon fast auf die Siegerstraße. Einer enormen Energieleistung der DHB-Mannschaft in der Schlussphase der ersten Halbzeit war es dann zu verdanken, dass lediglich mit 17:15 für Rumänien die Seiten gewechselt wurden.

Nach der Pause standen zwar die gleichen Spielerinnen auf dem Feld, aber es war doch eine völlig veränderte deutsche Mannschaft. Man merkte ihr sofort an, dass sie alles dransetze, das Spiel noch umzudrehen. In der Abwehr wurden die Rückraumspielerinnen Rumäniens immer wieder frühzeitig gestört oder die Würfe abgeblockt, während im Angriff vieles zusammenlief und immer wieder erfolgreich Tore erzielt werden konnten. So war das 18:18 eigentlich der letzte Gleichstand. Danach setzten sich die deutschen Juniorinnen kontinuierlich ab, und könnten so den Vorsprung stetig ausbauen. Rumänien hielt jetzt in der Abwehr immer mehr mit ausgesprochen harter Gangart dagegen und hatte Glück, dass die Schiedsrichter es lediglich bei sieben Zeitstrafen beließen und nicht, was durchaus angebracht gewesen wäre, im einen oder anderen Fall eine rote Karte zogen. Aber auch nach 50 Minuten und sechs Toren Vorsprung (32:26) war der deutsche Anhang noch unsicher, ob es denn am Ende wirklich reichen würde. Das DHB-Team ließ sich jedoch, im Gegensatz zum Spiel am Tag vorher gegen Slowenien, nicht mehr aus dem Rhythmus bringen und gewannen am Ende souverän mit 38:30 .

Nach einem Ruhetag trifft die Mannschaft am Donnerstag um 19 Uhr auf das überraschend starke Island, das bisher zwei Unentschieden gegen Ungarn und Slowenien verbuchte. Vor allem das 23:23-Ergebnis gegen Ungarn war unerwartet. Mit einem Sieg könnten die Schützlinge von Leun und Ludmilova für die Hauptrunde buchen. Dort spielen die ersten drei Teams jeder Gruppe in der zweiten Turnierphase um die Medaillen.

Rumänien - Deutschland 30:38 (17:15)

Rumänien: Sintamarean, Suba; Pirvut (3), Dinca (4), Babeanu (2/1), Brinzan (1), Ivancu, Marin (6/1), Bratu (1), Cirstea (2), Olteran, Tudor, Patuleanu (1), Tacalie (10)

Deutschland: Monz, Herrmann; Zapf (2), Nadgornaja (10/6), Müller (9), Mietzner, Fischer, Schulz (1), Eickhoff (3), Wenzl, Garcia-Almendaris (7), Gubernatis (2), Naidzinavicius (4), Urbannek.

Slowenien - Deutschland 26:29 (13:15)

Slowenien: Colic, Soberl; Toplak (1), Gregorc, Bojovic (2), Son (1), Jankovic (1), Prapotnik, Videnic (1), Vidic (5/3), Varlec (2), Soberl, Mavsar (1), Koren (6/1), Krhlikar (6)

Deutschland: Monz, Herrmann; Zapf (3), Nadgornaja (5/3), Müller (3), Mietzner (1), Fischer (3), Schulz (3), Eickhoff (2), Wenzl, Garcia-Almendaris (4), Gubernatis (1), Naidzinavicius (3), Urbannek (1).