07.06.2008 20:55 Uhr - Jugend/Juniorinnen - Christian Stein

Leverkusens A-Jugend erreicht Meisterschaftsendrunde in Ketsch

Aktivposten beim HCL: Eileen UhligAktivposten beim HCL: Eileen Uhlig
Quelle: Tim Oliver Kalle
Lange Zeit lieferten sich die Jugendmannschaften von Leverkusen und Leipzig eine packende und ausgeglichene Partie, ehe dann die Gäste im letzten Drittel der Partie einbrachen. Leverkusen gewann die Schlussphase mit 14:6 und kam so am Ende zu einem 33:24 (9:10) Heimerfolg. Bei beiden Mannschaften konnten sich vor allem die Torhüterinnen Nele Kurzke und Sophia Kochs, sowie Leverkusens Allrounderin Leonie Huckenbeck auszeichnen.

Leipzig begann in der Deckung mit einer offensiv ausgerichteten 6:0 Deckung, um den wurfgewaltigen Rückraum mit Penda Böninghausen und Felicia Idelberger auf den Halbpositionen auf Distanz zu halten. Leverkusen hingegen probierte mit einer 5:1 Abwehr das Angriffskonzept der Gäste zu stören und für beide Mannschaften gingen die taktischen Überlegungen voll auf. Nach sieben Minuten hatten beide Mannschaften jeweils erst einen Gegentreffer kassiert und die Gäste fingen sich als erstes.

Zwei weitere Treffer konnte der HCL erzielen, ehe Allrounderin Leonie Huckenbeck von der Siebenmeterlinie den Anschlusstreffer zum 2:3 herstellen konnte. Torhüterin Nele Kurzke bekam den Strafwurf zwar an die Hand, doch der Ball trudelte ins Tor hinein. Huckenbeck, sowie Vanessa Schwab, die für Idelberger im Rückraum kam brachten Leverkusen erneut in Front und die Rheinländerinnen konnten die Führung auch für kurze Zeit behaupten.



Nach Böningshausens Treffer zum 6:4 drehte aber der HCL die Partie mit vier Toren hintereinander, so dass Trainer Rene Brauer acht Minuten vor dem Pausenpfiff seine Auszeit nahm. Endlich wurde auch mal Kreisläuferin Friedrieke Kuhfuß ins Spiel miteinbezogen und traf zum 7:8, dem per Gegenstoß dann der Ausgleich folgte. Auch in der Schlussminute des ersten Durchgangs war der Spielstand ausgeglichen. Leipzig nahm 21 Sekunden vor dem Ende noch einmal seine Auszeit, um den letzten Angriff durchzusprechen. Letztlich sollte Luisa Schulze nach einem Freiwurf mit einem Gewaltwurf aus dem linken Rückraum die Pausenführung der Sächsinnen erzielen.

Nach dem Seitenwechsel konnten die Gäste durch Uhlig wieder auf zwei Tore ausbauen, doch nach einer Zeitstrafe gegen die in der Abwehr des öfteren ungestüm agierende Schulze glichen die Rheinländerinnen nach erfolgreich verwandelten Strafwürfen von Huckenbeck und Schwab zum 11:11 (34.) aus. Im Angriff wurde die alleine schon wegen ihrer Körpergröße auffallende Rückraumspielerin der Leipziger jedoch immer besser.



Schulze brachte den HCL wieder mit zwei Toren in Führung (14:16), doch bei den Rheinländerinnen konnte die in der kommenden Saison für den TuS Lintfort auflaufende Felicia Idelberger immer besser in Fahrt, die immer wieder den Anschluss herstellte. Als Schulze ihre zweite Zeitstrafe absaß und Eileen Uhlig im Gegenstoß Huckenbeck foulte, sahen sich die Gäste auf einmal mit einer doppelten Unterzahl konfrontiert. Leverkusen wuste die personelle Überlegenheit erneut in Tore umzusetzen und gleich zum 17:17 durch Annika Busch aus.

Die bis dahin gute und konsequente Deckungsarbeit forderte in der Folgezeit immer mehr ihren Tribut. Nach Idelbergers Treffer zum 20:18 zog Leverkusen innerhalb von fünf Minuten auf 23:18 davon, so dass Leipzig dreizehn Minuten vor dem Ende seine Auszeit für den zweiten Durchgang beantragte. Eine Wende sollte den Gästen aber nicht mehr gelingen, stattdessen hatte Leverkusen nun leichtes Spiel. Entweder eroberte man den Ball in der Deckung und kam so zu einfachen Gegenstoßtoren oder man deckte im Positionsangriff gnadenlos die Lücken in der Leipziger Deckung offen, so dass Kurzke chancenlos war. Mit stehenden Ovationen bedachten schraubte Leverkusen das Ergebnis noch bis zum 33:24 Endstand hoch.