09.05.2008 22:48 Uhr - International - Christian Ciemalla

Beständigkeit hat einen Namen: Hypo NÖ holt 32. Meisterschaft in Folge - Zweiter Titel für Englert

Wetten auf den Titelgewinn in der österreichischen Meisterschaft nimmt vermutlich kein Wettbüro an. Auch in diesem Jahr dominierte die Mannschaft von Hypo Niederösterreich die Liga nach Belieben und wurde am Ende ungefährdet und verdient Meister. Es war die 32. Meisterschaft in Serie, die im Jahr 1977 gestartet wurde. Zudem gewann das Team den österreichischen Pokal durchgehend seit dessen Einführung im Jahre 1989 und hat in dieser Saison die Chance im Champions Finale das neunte historische Triple zu gewinnen.

Sabine Englert mit dem MeisterpokalSabine Englert mit dem Meisterpokal
Quelle: HAGENpress.com
Gegner im Finale war, wie schon im Pokalfinale, die eigene zweite Mannschaft. Während Hypo I auf ausländische Spitzenspielerinen wie auch die deutsche Torfrau Sabine Englert setzt, baut Hypo II vor allem auf den österreichischen Nachwuchs. Im Team von Hypo II stehen so auch mehrere Nationalspielerinnen und es ist keine Sensation, dass dieses Team den Finaleinzug schaffte. Diesen erreichte die "Zweite" des Seriensiegers allerdings erst am letzten Spieltag mit einem Sieg beim punktgleichen Team von McDonalds Wiener Neustadt, das den deutschen Fans aus den Duellen mit dem VfL Oldenburg im Challenge Cup bekannt ist.

Im ersten Finale hatte Hypo seine Klasse eindrucksvoll demonstiert, das Spiel gegen die eigene Zweite wurde zu einer Aufwärmrunde für die bevorstehenden Finals in der Champions League. Am Ende hieß es 52:17 (26:12), wobei Hypo II versuchte mitzuspielen und seinen Anteil zu einer unterhaltsamen und temporeichen Begegnung beitrug. Dass die eigene Zweite keineswegs unterschätzt werden darf, zeigte sich im zweiten Finale am Freitagabend. Der Außenseiter führte anfangs mit 6:1 und lag auch zur Halbzeit noch mit drei Toren vorne. Doch in den letzten zwanzig Minuten zog Hypo I, das einige angeschlagene Spielerinnen mit Blick auf das Finale der Champions League am kommenden Wochenende schonte, das Tempo an und gewann am Ende ungefährdet mit 37:30. Bei der Zweiten nutzte dabei vor allem die zwölffach erfolgreiche Sabrina Thurner die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen.

Zweites Finale:

Hypo NÖ - Hypo NÖ 2 37:30 (14 : 17)

Hypo NÖ:
Acimovic (7), Engel (6), Han (3), Kim (3), Kirsner (1), Myong (7/3), Nascimento (6), Oh (3), Rusnachenko (1)

Hypo II:
Hödl (2), Lerant (2), Plach (1), Sumkunaite (1), S. Stumvoll (4), N. Stumvoll (3), Thurner (12/1), Willmann (5)