19.04.2008 23:11 Uhr - 2. Bundesliga Süd - Holger Putz – PRmasterplan

Markranstädt siegt in Metzingen

Annika ListAnnika List
Quelle: sportseye.de
Nach einem spannenden und umkämpften Spiel zwischen Metzingen und Markranstädt gingen die Piranhas als Sieger vom Parkett. 33:31 stand es nach 60 Minuten für die Mannschaft von Rüdiger Bones, die damit als Tabellendritter sicher für die Play Offs qualifiziert ist. Metzingen konnte in der 58. Minute noch den Ausgleich erzielen, blieb jedoch in der Folge ohne Chance gegen drei weitere Markranstädter Treffer, die das Spiel entschieden. Beste Werferinnen des Abends waren Annika List mit 12/8 Toren für Markranstädt und Annika Schmid mit 8/3 Treffern für Metzingen.

Seit Jahren zählen die Markranstädter Fans am Ende der Saison immer weniger Spielerinnen, die auf dem Parkett für ihre Mannschaft spielen können. Durch den erkältungsbedingten Ausfall von Sandra Woycieszack reiste das Team von Rüdiger Bones gar nur mit sieben Feldspielerin nach Metzingen. Saßen auf der einen Ersatzbank gleich fünf Spielerinnen, konnte Markranstädt lediglich einmal wechseln. Doch der Start in die Partie glich einmal mehr einem Szenario, welches sich durch Vorwegprognosen und Statistiken nicht vorhersagen lässt. Franziska Ramirez brachte die Gäste mit 1:0 in Führung, ehe Iris Cartarius von der Strafwurflinie den Ausgleich erzielte, nachdem ihre Mannschaftskollegin Annika Schmid zuvor an SCM-Torhüterin Julia Schulz scheiterte.

Bis zur zehnten Spielminute versuchten beide Teams, wenig Fehler zu machen und den Druck auf die jeweilige Abwehr hoch zu halten. Metzingen blieb in dieser Phase der Partie ohne klare Akzente in der Offensive, schaffte es jedoch immer wieder sich bis zu einem Strafwurf durchzutanken. Auch weil die Markranstädter Deckungsspielerinnen einen Schritt zu weit von ihren Gegenspielerinnen entfernt standen. Wieder war es Iris Cartarius, die in der nächsten für den Zweitligaaufsteiger Sindelfingen auflaufen wird, deren Tore Metzingen im Spiel hielten. Nachdem Steffi Skenderovic ihr Team wieder auf ein Tor heranbrachte, zog Gästecoach Rüdiger Bones die Grüne Karte und bat sein Team zu einer kurzen Aussprache. Doch Metzingen blieb am Drücker und erzielte kurze Zeit später den Ausgleich (10:10) durch Milena Rösler. Das Spiel wurde zunehmend hektischer und durch viele kleine Fehler geprägt. Die Piranhas nahmen trotz einiger verpasster Chancen erneut eine kleine Führung (14:13) mit in die Kabine.

Auch nach der Pause wurde das Spiel so kampfbetont geführt, wie schon in der ersten Halbzeit. Zeitstrafen, Freiwürfe oder gar Siebenmeter prägten die folgenden 30 Minuten, die an Spannung kaum zu überbieten waren. Aber der Reihe nach: Bis zur 40. Minute setzten sich die Markranstädterinnen mit vier Toren ab (21:17) und profitierten dabei von ihrer sicheren Strafwurfschützin Annika List, deren Quote bei acht Versuchen und acht Treffern 100 Prozent betrug. Auf der Gegenseite kamen Annika Schmid und Christina Haas immer besser ins Spiel. Doch die Piranhas standen insgesamt etwas kompakter und offenbarten weniger Fehler im Angriff. Jochen Griesmeier reagierte prompt und zog die Grüne Karte.

Eine Viertelstunde später, beim Spielstand von 28:29 aus Sicht der Gastgeberinnen, musste Gästetrainer Rüdiger Bones etwas tun und nahm seinerseits die Auszeit. Zuvor ließ sein Team einige Chancen ungenutzt und verteidigte zunehmend zu leichfertig gegen Iris Cartarius & Co. Metzingen nutzte die Gunst der Stunde, spielte weiter seinen Stiefel und kam zehn Minuten vor Schluss durch Christiane Hass zum Ausgleich. Nichtsdestotrotz ließ sich der Tabellendritte davon nicht aus der Ruhe bringen. Victoria Göpel, Anika Ludwig und Ewelina Zart entschieden das Spiel innerhalb von zwei Minuten für die Piranhas, die damit den vierten Sieg in Folge verbuchen konnten. Damit steht der dritte Platz für die Markranstädterinnen fest. Metzingen bleibt Fünfter und hat nur noch theoretische Chancen auf einen Play Off-Platz.