06.04.2008 05:25 Uhr - 2. Bundesliga Süd - Denise Heinemann - Südkurier

Gipfeltreffen auf dem Riesenberg - SVA empfängt Göppingen

Lena Landenberger ist verletzt, Barbara Harter (re) dabeiLena Landenberger ist verletzt, Barbara Harter (re) dabei
Quelle: SV Allensbach
Am Sonntag steigt in der Kaltbrunner Riesenberghalle das Gipfeltreffen der 2. Bundesliga. Mit dem SV Allensbach und FA Göppingen treffen sich die beiden besten Mannschaften der Liga zum Duell. Für ordentlich Zündstoff ist gesorgt. „Es ist ein echtes Derby mit allem, was dazu gehört“, sagt SVA-Manager Manfred Lüttin.

Brisant. Es gibt wohl kein anderes Wort, das die Begegnung zwischen dem SV Allensbach und Frisch Auf Göppingen besser beschreibt. Alleine die Tatsache, dass diese beiden Mannschaften gegeneinander spielen, bietet genügend Zündstoff, schließlich standen sie sich schon unzählige Male gegenüber - allein in dieser Saison ist es mit dem Pokalsspiel bereits das dritte Mal. Brisant wird es sowieso immer, wenn die einzige badische Mannschaft der 2. Bundesliga gegen eines der vier württembergischen Teams (Metzingen, Nellingen, Waiblingen und Göppingen) antritt. "Natürlich besteht zwischen den Vereinen eine gesunde Rivalität. Es ist ein echtes Derby mit allem, was dazu gehört", sagt der Allensbacher Manager Manfred Lüttin.

Dennoch, nicht das Derby allein wird für Spannung sorgen. Viel mehr noch tut es die Tabellensituation. Allenbach gegen Göppingen, das ist das absolute Spitzenspiel der Liga. Frisch Auf, seit dem zweiten Spieltag Ligaspitze, wird in der Riesenberghalle vom SVA empfangen, der nach dem dritten Spieltag nicht mehr vom Vizemeisterkurs abzubringen war. Die beiden besten Mannschaften der Liga treffen sich also zum Spitzenspiel.

Göppingen, vorzeitiger Meister und schon seit geraumer Zeit Besitzer des ersten Play-off-Tickets, wird für Allensbach eine ganz harte Nuss. Nach dem Abstieg aus der 1. Bundesliga in der vergangenen Saison sind die Leistungsträger geblieben. Der Verein verstärkte sich sogar noch ordentlich: Mit Torhüterin Alexandra Gräfer und Linkshänderin Femke Verboven wurden zwei erstklassige Spielerinnen verpflichtet. "Frisch Auf dominiert die Liga. Ich sage sogar, sie sind stärker als in ihrer Saison in der 1. Bundesliga. Diese Mannschaft ist absolut erstligatauglich", so Lüttin. Dennoch haben die Schwaben etwas von ihrer Souveränität eingebüßt: Am vorletzten Spieltag setzte es die erste Saisonniederlage. Und auch spielerisch ist Göppingen nicht mehr die Übermannschaft wie noch im Hinspiel. "Göppingen ist nicht unschlagbar", betont auch SVA-Trainer Oliver Lebherz.

Allerdings muss Allensbach weiterhin auf die verletzte Lena Landenberger verzichten. Die Allensbacher Torjägerin arbeitet an ihrem Comeback für die Play-offs. Damit heißt die erfolgreichste Allensbacher Torschützin, die am Sonntag auf dem Feld stehen wird, Babsi Harter. Als Kreisläuferin ist sie eigentlich nicht hauptsächlich fürs Toreschießen zuständig. 104 Feldtore, der drittbeste Wert der Liga, und das bei einem ausgelassenen Spiel unterstreichen die Ausnahmestellung der Schwarzwälderin auf ihrer Position. Doch Manager Manfred Lüttin betont: "Babsi ist nicht nur im Angriff wichtig, sie ist auch eine hervorragende Abwehrspielerin. Wenn es ans Eingemachte geht, ist sie die erste, die die Ärmel hochkrempelt."

Ans Eingemachte geht es für den SV Allensbach auch noch nach Abschluss der regulären Saison. Schließlich sicherte sich das Team von Oliver Lebherz vorzeitig Play-off-Ticket Nummer zwei. Die Vorfreude ist groß, deshalb wird es beim Heimspiel einen Stand geben, an welchem die Dauerkartenbesitzer ihren Sitzplatz auch für die Play-offs reservieren können.