20.03.2008 14:49 Uhr - 2. Bundesliga Süd - William Conrad / Antje Schnzler - Metzinger-Uracher Volksblatt / mak

Das Personalkarussell beim TuS Metzingen dreht sich

Einige Bewegung in der Mannschaft von Trainer Jochen GriesmeierEinige Bewegung in der Mannschaft von Trainer Jochen Griesmeier
Quelle: Eibner Pressefoto
Beim Süd-Zweitligisten TuS Metzingen laufen die Personalplanungen auf Hochtouren. Nach Anna-Lena Artschwager verlängerten nun auch Patricia Stefani und Annika Schmid ihre Verträge. Milena Rösler hat dagegen dem designierten Zweitliga-Aufsteiger VfL Sindelfingen zugesagt und Carolin Lingner wechselt zum TV Nellingen. Rückraumspielerin Iris Cartrius wird den TuS wohl auch verlassen, einiges spricht dafür dass die Rückraumspielerin zum 1. FC Nürnberg geht.

Nachdem Anna-Lena Artschwager schon Anfang Januar ihren Vertrag in Metzingen verlängerte, folgten nun auch die Leistungsträgerinnen Annika Schmid (mit 127 Treffern - davon 67 Siebenmetern - Führende der Torjägerliste) und Patricia Stefani (61 Treffer) ihrem Beispiel. Beide bleiben dem TuS ein Jahr länger erhalten. Annika Schmid, ihres Zeichens Lehramts-Studentin, ehemalige Junioren-Nationalspielerin und Abwehrreckin Nummer eins der Griesmeier-Truppe, schnürt ihre Schuhe schon seit 2006 in Metzingen. Die quirlige Sportökonomie-Studentin Patricia Stefani - eigentlich auf Linksaußen beheimatet, aber zeitweilig auch auf Rückraum-Mitte zu finden - ihrerseits hängt durch die Unterschrift ihr neuntes Jahr im Trikot der Gelb-Schwarzen ran.

"Es sieht auch insgesamt ganz gut aus", berichtet TuS-Abteilungsleiter Andreas Baumgärtner. So habe man schon einige mündliche Zusagen für die nächste Spielzeit - allerdings seien die Verträge noch nicht schriftlich fixiert, weshalb der Handballboss (noch) keine Namen nennen wollte. Spannend wird das Thema in nächster Zeit weiterhin bleiben - laufen doch fast alle Verträge beim TuS aus.

Vor allem wird für die Sieben-Keltern-Städterinnen wichtig sein, wie sich Iris Cartarius entscheidet - denn auch ihr Vertrag (mit 120 Treffern ist die Rückraumspielerin Nummer zwei in der Zweitliga-Gesamttorjägerliste) läuft zum Ende dieser Spielzeit aus, und sie hat Angebote von mehreren Vereinen vorliegen - darunter auch von Erstligisten. Die wurfgewaltige Ex-Sindelfingerin spielt ebenfalls schon länger bei den TuSsies - seit 2004 ist sie dabei und zählt seitdem zu einer der Leistungsträgerinnen. Eine Vertragsverlängerung von Cartarius wäre ein weiteres Zeichen für andere Spielerinnen, dass in Metzingen noch einiges möglich sein könnte.

Dass weitere Vertragsverlängerungen den Verantwortlichen der Metzingerinnen gerade recht kämen, ist klar: Nochmals so einen Aderlass wie nach der letzten Spielzeit, als mit Femke Verboven und Wendy Smiths sowie Trainer Emir Hadzimuhamedovic gleich zwei wichtige Leistungsträgerinnen sowie der damalige Erfolgscoach die Gelb-Schwarzen verließen und sich anderen Vereinen anschlossen (Verboven und Hadzimuhamedovic dabei ausgerechnet zu Bundesliga-Absteiger und dem jetzigen Zweitliga-Tabellenführer Frisch Auf Göppingen, der sich nach Saisonende auch Wendy Smits vom zwischenzeitlichen Abstecher nach Sulzbach/Leidersbach greifen wird) will man sich ersparen.

Auch bei externen Spielerinnen, welche sich eventuell dem TuS anschließen wollen, dürfte sich noch einiges tun. So wird man wohl nach dem erneuten Kreuzbandriss von Anna-Lena Artschwager noch eine Rückraumspielerin verpflichten (müssen), weil die Junioren-Nationalspielern mindestens bis Ende September ausfällt. Und auch bei denen dürften die Vertragsverlängerungen von Annika Schmid und Patricia Stefani ein Zeichen sein.

Gegangen ist unterdessen Milena Rösler. "Ich bin sicher, dass wir eine gute Rolle in der Zweiten Bundesliga spielen können, dazu ist die Sindelfinger Mannschaft personell zu gut besetzt", sagte Rösler zu ihrem Wechsel nach Sindelfingen. Auch Carolin Linger, die aus der zweiten Mannschaft von Union Halle kam, wird Metzingen verlassen und in Nellingen anheuern. Auch die Zukunft von Torfrau Anika Kuhlmann ist ungewiss, aufgrund stärkerer beruflicher Belastungen kann Kuhlmann in Zukunft nicht mehr wie früher trainieren.