25.02.2008 05:00 Uhr - 2. Bundesliga Süd - Holger Riegel - PM Frisch Auf Frauen

Wendy Smits wechselt nach Göppingen

Wendy SmitsWendy Smits
Quelle: Jürgen Pfliegensdörfer
Mit einer doppelten holländischen Personalmeldung können die Göppinger Zweitligahandballerinnen aufwarten. Rückraumspielerin Femke Verboven verlängerte ihren Vertrag um ein Jahr und mit Wendy Smits wurde eine weitere Niederländerin für die Spielmacherposition verpflichtet. Smits kommt vom Erstligisten HSG Sulzbach/Leidersbach nach Göppingen.

Vor einem Jahr zog Alexandra Gräfer zu ihrem Verlobten nach Ulm und wechselte in der Folge zu Frisch Auf. Und auch bei der Verpflichtung von Wendy Smits spielt die Liebe eine Rolle. „Der Wechsel von Phillip nach Balingen ist natürlich in die Entscheidung mit eingeflossen“, erzählt Smits, die mit dem Rückraumspieler Phillip Müller vom TV Großwallstadt zusammen lebt. Doch es war nicht der einzige Grund. Schon zu ihrer Zeit in Metzingen hatte sich die 25-jährige Rückraumspielerin, die in dieser Saison für den Bundesligisten Sulzbach/Leidersbach auf Torejagd geht, für Frisch Auf interessiert.

Beim Erstligisten Sulzbach/Leidersbach hat sich die holländische Nationalspielerin zur Stammkraft entwickelt und zeichnete bisher für 78 Tore des Aufsteigers verantwortlich. So war es nicht verwunderlich, dass sich die Mainfranken die Dienste der Spielmacherin weiter sichern wollten, aber letztlich sprachen noch einige weitere Punkte für einen Wechsel unter den Hohenstaufen: „Göppingen ist eine angenehme Mannschaft mit einem guten Kader, einer tollen Halle und begeisterungsfähigen Fans“, nennt Smits weitere Argumente für ihre Entscheidung.

Hinzu kommt natürlich auch die Tatsache, dass mit Emir Hadzimuhamedovic ein Trainer im Amt ist, den die Holländerin bestens kennt. „Das hat meine Entscheidung erleichtert, ich kenne seine Ansichten und Philosophie zum Handball und weiß, was er von mir auf dem Feld erwartet“, erläutert Wendy Smits. Der FA-Coach beschreibt seine „Neue“ als sehr ehrgeizige, talentierte und fleißige Spielerin. „Ich erwarte von Wendy eine wichtige Rolle in der Mannschaft auf Halblinks und in der Mitte wie auch hinten in der Abwehr“, beschreibt Hadzimuhamedovic seine Vorstellungen.

Für ein Jahr hat sich Wendy Smits an die Grün-Weißen gebunden und hofft natürlich darauf in der ersten Liga für Göppingen zu spielen. „Frisch Auf zeigt, dass es für die 2. Liga eine Nummer zu groß ist und steigt hoffentlich auf“, wünscht sich die Holländerin, die ein Studium zur Ernährungswissenschaft absolviert hat und in Göppingen in diesem Bereich als Beraterin arbeiten wird. Klar ist zudem, dass Smits in der kommenden Saison mit der Nummer 14 auflaufen wird. „Das ist die Nummer meines holländischen Helden Johann Cruyff, den ich sehr verehre“, erklärt die niederländische Nationalspielerin, die ihrem Idol auch in der Länderauswahl nacheifert und im aktuellen Kader der „Oranjes“ steht.

In Göppingen hat sie im kommenden Jahr eine Landsfrau an ihrer direkten Seite, denn auch Femke Verboven verlängerte ihren Kontrakt mit den Grün-Weißen um ein weiteres Jahr. Eine erfreuliche Nachricht, hat sich die Linkshänderin inzwischen doch zu einer absoluten Stammkraft des Spitzenreiters entwickelt. Für Smits im Übrigen ein weiterer Punkt für ihren Wechsel, denn die beiden Spielerinnen sind eng befreundet. Somit haben die Verantwortlichen die durch das Studium von Jessica Schulz und die Verletzung von Beate Gekeler entstandene Lücke auf der Spielmacherinnenposition geschlossen. Nun wird nach weiteren sinnvollen Verstärkungen Ausschau gehalten.