19.01.2008 19:26 Uhr - 1. Bundesliga - Christian Ciemalla

Trier am Ende mit souveränem Auswärtssieg

Oxana Pal traf 15 malOxana Pal traf 15 mal
Quelle: Hermann Jack
Die Trierer Miezen steuern weiter in Richtung Play-offs. Beim TV Beyeröhde gewann der Meister von 2003 am Ende souverän mit 22:30 (11:14) und festigte damit den vierten Tabellenplatz gegenüber dem Frankfurter HC, der am Abend noch bei der TSG Ketsch spielt. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase konnten sich die favorisierten Gäste nach fünf Toren in Folge erstmals auf 4:8 (15.) absetzen und ließ sich diese, auch dank der nicht nur aufgrund ihrer fünfzehn Treffer überregenden Oxana Pal, nicht mehr nehmen.

Die Gastgeber aus Beyeröhde erwischten einen guten Start in die Partie, Birute Stellbrink, Torjägerin vom Dienst beim TVB, brachte die Hausherrinnen nach achtzig Sekunden von der Siebenmeterlinie mit 1:0 in Führung und Stellbrink legte auch das 2:1 vor, bevor Anna Disselhoff bzw. Sabine Nückel das 3:2 und 4:3 markierten. Trier waren in den ersten zehn Minuten lediglich drei Treffer gelungen, dann aber brachte Beyeröhde die Gäste ins Spiel. In den nächsten fünf Minuten handelte sich die Gastgeber gleich drei Strafzeiten ein, Trier nutzte diese um zum 4:4 auszugleichen, erstmals in Führung zu gehen und diese bis auf 8:4 auszubauen.

Beyeröhdes Trainer Dieter Trippen reagierte und nahm seine Auszeit. Seine Mannschaft verteidigte in der Folge disziplinierter, lediglich zwei Strafzeiten sollten in der Folge gegen Beyeröhde ausgesprochen werden. Auf der Gegenseite handelte sich nun Trier in der Folge bis zur Halbzeit drei Strafzeiten ein, allerdings konnte Beyeröhde diese nich nutzen, um entscheidend zu verkürzen, beim 8:6 und 10:8 waren die Gastgeberinnen wieder auf zwei Tore heran, in die Pause nahmen die Gäste beim 11:14 aber eine Drei-Tore-Führung.

Ein Stellbrink-Doppelschlag brachte Beyeröhde zu Beginn des zweiten Abschnitts beim 14:13 sogar wieder den Anschluß und Stellbrink sorgte auch für das 15:14. Doch Trier bekam die gefährlichste Angreiferin der Gastgeber in der Folge besser in den Griff und auf der Gegenseite war dies nicht der Fall. Oxana Pal machte mit der Deckung der Hausherrinnen was sie wollte und kam so am Ende auf fünfzehn Treffer, acht aus dem Feld und sieben von der Siebenmeterlinie. Pal war damit der entscheidende Faktor, der das Spiel zu Gunsten der Gäste aus Trier entschied.

Pal erzielte auch das 16:14 und das 19:16, dem Diane Roelofsen das 20:16 folgen ließ. Trippen griff erneut früh zur Grünen Karte, doch seine Auszeit hielt Trier nicht auf. Nykytenko legte das 21:16 nach und selbst in Unterzahl trafen die Gäste nun, während bei Beyeröhde selbst die treffsichere Stellbrink nun von der Siebenmeterlinie scheiterte. Spätestens nach dem 23:17 durch Simona Roubinkova war zwölf Minuten vor Spielende dann endgültig die Entscheidung gefallen, den letzten Treffer zum 30:22-Endstand markierte dann mit Pal die Spielerin, die das Spiel geprägt hat.