12.01.2008 19:20 Uhr - Champions League - Sandra Pleines

Krim Ljubljana fügt Gruppensieger Zvezda im letzten Gruppenspiel Niederlage zu

Mit einem versöhnlichen 35:33 (16:17) über Zvezda Zvenigorod verabschiedete sich Krim Ljubljana aus der diesjährigen Champions League der Frauen. Für Zvezda ändert die Niederlage nichts, der russische Meister zieht als Gruppenerster in die nächste Runde ein. Ljubljana kann unterdessen hoffen, bei einem Unentschieden oder einem Nürnberger Sieg gegen Sävehof in der abschließenden Begegnung würde das Team zumindest den dritten Gruppenplatz erreichen, der den Einzug in das Viertelfinale des Pokals der Pokalsieger bedeutet.

Dijana Golubic traf achtmalDijana Golubic traf achtmal
Quelle: sportseye.de
Während sich bei Krim Ljubljana das Lazarett immer noch nicht entscheidend verringert hat, konnte Zvezda Zvenigorod bis auf Anna Kareeva und Polina Vyakhireva alle Weltmeisterinnen aufbieten. Der Tabellneführer ging so als Favorit in die Partie, die ersten Minuten verliefen aber zunächst ausgeglichen. Beide Teams spielten schnell, trafen, machten aber auch Fehler. Zvenigorod spielte viel über den Kreis und die Krim-Abwehr kam damit zunächst nicht zurecht. Immer wieder waren die Kreisläuferinnen Natalia Shipilova und Oxana Romenskaya nur durch Foulspiel zu stoppen oder durch das Eintreten in den Kreis. Die daraus resultierenden Strafwürfe nutzte Zvezda aber zunächst nicht: Elena Polenova als auch Irina Poltoratskaya verwarfen jeweils einen Siebenmeter in der ersten Viertelstunde. Nach dem 4:4 unterliefen den Gastgeberinnen jedoch zu viele Fehler und Fehlwürfe, so dass die Gäste schließlich doch einen vier Tore Vorsprung heraus spielen konnten (4:8, 13.).

Nach der Auszeit von Krim-Trainer Bojan Cotar und vor allem dank der Einwechselung der Ungarin Gabriella Kindl lief es etwas besser für Krim. Die Mannschaft verkürzte auf 6:8. Zvezda war aber unbeeindruckt, Polenova antwortete umgehend. Auch das Zvezda-Torfrau Nigina Saidova nach einem Kopftreffer wenig später vom Platz musste sorgte für keinen Bruch im Spiel der Gäste. Für sie kam die junge Tatjana Parfenova in den Kasten und machte ihre Sache gut. Zvezda baute den Vorsprung wieder auf fünf Tore aus, den Krim aber durch einen Siebenmeter von Andrea Lekic und einem Gegenstoßtor von Dijana Golubic wieder auf 11:14 (25.) verkürzen konnte. Die slowenische Abwehr stand jetzt besser und die Gäste aus Russland kamen nicht mehr zum Zuge. Vor allem der Kreis war nun vollkommen dicht. Gabriella Kindl verkürzte auf 12:14 und Manuela Hrnjic nach einem weiteren Fehlanspiel von Zvezda sogar auf einen Treffer.

Zvezda zog das Spiel dann besser in die Breite, mit der Folge, dass der Vorsprung wieder auf drei Tore ausgebaut wurde. Dann wiederholten sich die vorherigen Minuten. Ekaterina Andryushina vergab den nächsten Siebenmeter gegen ihre Landsfrau Tatjana Alizar und im nächsten Angriff unterlief wieder ein Fehler, den Krim zu einem Treffer nutzen konnte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff war es Marina Vergelyuk, die zum 16:17 verkürzen konnte. Zur zweiten Halbzeit konnte dann Saidova ins Tor zurückkehren. Gegen einen Siebenmeter von Andrea Lekic war sie aber machtlos und Krim glich aus. Damit nicht genug: Manuela Hrnjic brachte Krim in der 33. Minute von Linksaußen sogar wieder in Führung. Torfrau Tatjana Alizar war mit ihren Paraden maßgeblich am besseren Resultat ihrer Mannschaft beteiligt.

Zvezda wollte das letzte Gruppenspiel unbedingt gewinnen und mit viel Einsatz brachte Oxana Romenskaya ihr Team wieder in Führung. Doch Kindl und Anja Argenti drehten das Ergebnis in der weiterhin tempo- und abwechslungsreichen Partie wieder. Andrea Lekic erzielte per Siebenmeter in der 40. Minute die erste zwei Tore Führung für Krim, die von Barbara Valec weiter ausgebaut wurde. Krim kämpfte um die letzte Chance, weiterhin in einem EC-Wettbewerb vertreten zu sein, um die Hoffnung auf Platz drei aber am Leben zu erhalten war ein Sieg zwingend notwendig. Mitte der zweiten Halbzeit erhöhte Maja Zrnec für Krim sogar auf 28:24, der erhoffte Sieg schien greifbar nah.

Doch Zvezda fand zurück ins Spiel. Die Aufholjagd endete mit dem 29:29-Ausgleichstreffer den die wurfgewaltige Elena Polenova von der Siebenmeterlinie herstellte. Das Zvezda-Spiel über den Kreis zu Romenskaya funktionierte jetzt wieder ausgezeichnet. Krim fand kein Mittel und die rumänischen Schiedsrichter verhängten einen Siebenmeter nach dem anderen, welche von Polenova nun alle sicher verwandelt wurden. Krim versuchte es mit einer offensive Abwehr und nahm Spielmacherin Poltoratskaya kurzzeitig aus dem Spiel. Als beim Stand von 31:31 Lekic mit einen Siebenmeterwurf nur den Pfosten traf und Irina Poltoratskaya Zvezda wieder in Führung brachte, schien sich das Pendel zu Gunsten der Russinnen zu neigen. Poltoratskaya legte wieder vor, doch Dijana Golubic zog zweimal nach und als Tatjana Alizar gegen die freistehende Andryushina parieren konnte, konnte Hrnjic Krim zur Freude der 1.500 Zuschauer wieder in Führung bringen. Und nochmals hielt Tatjana Alizar, und nochmals traf Hrnic, die für den 35:33-Endstand sorgte und somit gemeinsam mit Alizar zur Matchwinnerin avancierte.

Krim Mercator Ljubljana – Zvezda Zvenigorod 35:33 (16:17)

Krim Ljubljana
Tatjana Alizar, Sergeja Stefanisin, Amra Pandzic (n.e.); Olena Yatsenko, Marina Vergelyuk (3), Anja Freser, Dijana Golubic (8), Tatjana Oder (1), Andrea Lekic (7/6), Anja Argenti (1), Manuela Hrnjic (6), Ursa Oven, Maja Zrnec (3), Barbara Varlec (2), Gabriella Kindl (4)

Zvezda Zvenigorod
Nigina Saidova, Tatjana Parfenova; Irina Poltoratskaya (6/2), Oxana Romenskaya (2), Elena Dmitrieva (4), Anna Filippova (1), Zhanna Yakovleva (2), Alexandra Krannykh (1), Natalia Shipilova, Ekaterina Andryushina (3), Ekaterina Vetkova (1), Elena Polenova (13/8)

Zuschauer: 1.500
Siebenmeter: 9/6 : 13/10
Zeitstrafen: 6 Min : 6 Min
Schiedsrichter: Plesa/Pripas (Rumänien)

Spielfilm:
1:0 (2.), 1:2 (2.), 3:2 (5.), 4:8 (13.), 6:8 (15.), 6:11 (18.), 9:14 (22.), 13:14 (27.), 13:17 (28.), 16:17 (HZ)
17:17 (32.), 18:17 (33.), 19:20 (37.), 21:20 (38.), 25:22 (42.), 28:24 (45.), 29:29 (50.), 31:32 (56.), 32:32 (57.), 35:33 (EN)

Beste Spielerinnen: Dijana Golubic, Andrea Lekic, Manuela Hrnjic, Tatjana Alizar (Krim); Elena Polenova, Irina Poltoratskaya, Oxana Romenskaya (Zvezda)