05.01.2008 21:37 Uhr - Champions League - Sebastian Kayser

Larvik muss Champions-League-Träume begraben

Nach dem 25:27 (14:14) bei Kometal Skopje hat Larvik HK auch die letzte Chance verspielt, doch noch die zweite Gruppenphase der Champions League zu erreichen. Die Mazedonierinnen dagegen feierten ihre ersten beiden Punkte in der Königsklasse. Linn-Kristin Riegelhuth (13) und Valentina Radulovik (7) waren die besten Werferinnen ihrer Teams.

Linn-Kristin RiegelhuthLinn-Kristin Riegelhuth
Quelle: sportseye.de
Am Anfang sah es jedoch nach einer klaren Angelegenheit für die Gäste aus. Angetrieben von der überragenden Riegelhuth, die acht der vierzehn Treffer ihrer Mannschaft in der ersten Hälfte erzielte, lagen die Skandinavierinnen schnell 4:0 in Front. Doch das ließ sie leichtfertig werden. Ebenso schnell kämpfte sich Kometal nämlich heran und hatte beim 6:6 den Ausgleich erzielt. Vor allem Dragica Kresoja und Valentina Radulovik nahmen in dieser Phase das Heft in die Hand.

Doch zur Führung reichte es noch nicht. In den entscheidenden Momenten versagten den Mazedonierinnen in der Offensive die Nerven, zudem hatte Jelena Popovic zunächst keinen guten Tag erwischt, was auch daran lag, dass sie auf der ungewohnten Rechtsaußen-Position ran musste. Doch schließlich trat aufgrund der zu vielen technischen Fehler im Spiel von Larvik das Unvermeidliche doch noch ein: Kresoja erzielte mit dem 11:10 die erste Führung für Skopje.

Letztlich ging es jedoch mit einem gerechten Unentschieden in die Pause, was die Norwegerinnen allein Riegelhuth zu verdanken hatten, die gegen Ende noch mal aufdrehte und nicht nur alle vier Siebenmeter traumhaft sicher verwandelte, sondern auch über Tempogegenstöße zweimal erfolgreich war. Nach dem Wechsel sollten sich diese Riegelhuth-Festspiele fortsetzen. Da sie jedoch die einzige in Normalform war, kam Larvik nie auf mehr als zwei Tore weg. Auf der Gegenseite kamen dagegen Radulovik und Popovic, die nun auf ihrer angestammten Rückraumposition spielen durfte, immer besser in Fahrt. So blieb es bis kurz vor Ende spannend, ehe es gleich zwei Knackpunkte gab, die die Norwegerinnen auf die Verliererstraße brachten.

Zum einen baute Riegelhuth ab und traf das Tor nicht mehr. In entscheidenden Momenten verwarf sie gleich mehrmals. Zum anderen sah die zumindest in der Abwehr starke Tine Kristiansen nach 53 Minuten nach ihrer dritten Zeitstrafe Rot. Skopje ließ sich nicht zweimal bitten und zog mittels eines Dreierpacks von 24:24 auf 27:24 davon - die Entscheidung.