21.12.2007 16:45 Uhr - 2. Bundesliga Nord - Heiner Lehmann – handball-world.com

Lintfort zum Vorweihnachtsbesuch in Berlin

Wird dem TuS wahrscheinlich fehlen: Ivana Ronova.Wird dem TuS wahrscheinlich fehlen: Ivana Ronova.
Quelle: Ulrich Klein
Zwei Tage vor Heiligabend steht für vier Mannschaften der 2. Bundesliga Nord der Frauen noch einmal eine sportliche Aufgabe an. Neben dem Gastspiel von Ligaprimus Borussia Dortmund beim SC Greven dürfen die Damen des TuS Lintfort dabei in die Hauptstadt reisen. Nicht nur sportlich gesehen – beide Mannschaften trennt derzeit im Abstiegskampf nur ein Punkt – auch sonst ist die Fahrt in die Hauptstadt für den TuS wie für die meisten Vereine der 2. Liga etwas besonderes. Die Berlinerinnen haben, trotz deutlichen Aufwindes in den letzten Spielen, dabei aber keine Geschenke in Form von Punkten zu verteilen.

Zuletzt in Wismar fünf Mal erfolgreich: Maria Bohle.Zuletzt in Wismar fünf Mal erfolgreich: Maria Bohle.
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Bevor die Gäste aus dem tiefen Westen der Republik sich in ihr Rahmenprogramm stürzen dürfen, müssen sie nach Anreise per ICE bei den als heimstark geltenden Spreebirds sportlich bestehen. Die Auswärtsbilanz der Lintforterinnen sieht dabei bisher eher bescheiden aus. Zwar hielt man sowohl in Celle als auch Halle-Neustadt gut mit, Punkte konnte man aber nur aus dem bislang zählerlosen Oyten mit nach Hause nehmen. Trainerin Bettina Grenz-Klein weiß zudem um die Schwierigkeit der Aufgabe: „Es ist ganz schwer, in Berlin zu spielen. Das Team ist zu Hause eine Macht. Aber wir müssen auf uns schauen, über 60 Minuten Vollgas geben und erneut das obere Limit unseres Könnens erreichen.“ Die Basis für einen Erfolg sieht die Trainerin dabei vornehmlich in der Abwehr.

Ganz ohne personelle Probleme reisen die Gäste vom Niederrhein zudem nicht in die Hauptstadt. Hinter dem Einsatz der besten TuS-Torschützin Ivana Ronova (67/30 Tore) stehen wegen einer Knorpelabsplitterung im linken Knie große Fragezeichen. Die 28-jährige Tschechin spielte zuletzt unter zunehmenden Schmerzen und muß sich im Januar einer Operation unterziehen.

Auch für die gastgebenden Spreebirds zählt nur ein Sieg. Nach dem Überraschungssieg gegen Halle-Neustadt und der vor allem im Schlußabschnitt überzeugenden Vorstellung am vergangenen Wochenende wollen die Schützlinge von Helmut Röder sich nun mit einem Sieg endlich von den Abstiegsrängen befreien. Mut macht den Berlinerinnen dabei vor allem die mannschaftliche Entwicklung. So resümierte Kapitän Romy Schöner nach dem Gastspiel in Wismar gegenüber handball-world.com: „Das war eine richtige Mannschaftsleistung, so wie es sein soll. Eine stand für die andere ein.“ Auch Trainer „Enno“ Röder sieht sein Team auf einem guten Weg. Auch die jungen Spielerinnen im Kader der Hauptstädterinnen kommen mehr und mehr auf Zweitliganiveau an.

Die Zuschauer in der Berliner Anton-Saefkow-Sporthalle erwartet also mit Sicherheit eine spannende Begegnung um für beide Mannschaften sehr wichtige zwei Punkte. Um 16 Uhr pfeifen die Schiedsrichter Maik Bolus und Sven Foitzik die vorweihnachtliche Begegnung an.